In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen hat sich am gestrigen Wahlsonntag Gemeinderat und Finanzvorsteher Markus Maibach (SP) durchgesetzt.

Denn mit 1512 Stimmen holte er bei einer Stimmbeteiligung von gerade einmal 32 Prozent nur 24 Stimmen mehr als FDP-Gemeinderat Martin Egloff. Abgeschlagen auf dem dritten Platz landete derweil der parteilose Gemeinderat Philipp Rey, der 979 Stimmen für sich verbuchen konnte. Das gestrige Resultat war quasi ein Spiegelbild des Ausgangs des ersten Wahlganges am 24. September. Damals holte Maibach 1554 Stimmen (und verpasste das absolute Mehr von 2221 Stimmen damit deutlich), Egloff erhielt 1454 und Rey kam auf 920 Stimmen.

Rey: «Achtungserfolg für mich»

«Ich nehme meine Wahl mit Freude und Erleichterung auf; das war ein langer, aber jederzeit fairer Wahlkampf», sagt der frischgewählte Vizeammann Markus Maibach. Er freue sich jetzt auf die Herausforderungen und die weitere gute Zusammenarbeit im Gemeinderat, so Maibach, der 2013 für die SP in den Gemeinderat gewählt wurde. «Ich bin ein Konsenspolitiker und bin überzeugt, dass wir uns im Gremium gut ergänzen werden.» Maibach hatte gestern gleich doppelten Grund zur Freude, wurde doch auch das Budget 2018 deutlich mit 68 Prozent Stimmenanteil angenommen (siehe rechts). Zwar sei dieses noch hängig, doch Maibach ist optimistisch, dass der Kanton die Stimmrechtsbeschwerde abweisen wird.

Auch wenn knapp geschlagen, gab sich Gemeinderat und Sozialvorsteher Martin Egloff gestern gefasst und gratulierte Maibach als Erstes zu dessen Wahl. «Seit Dezember vor einem Jahr war das nun mein vierter Wahlgang, Erstmals bin ich jetzt als Verlierer aus dem Rennen gegangen. So ist das Leben», sagt Egloff, der im Februar dieses Jahres in den Gemeinderat gewählt wurde und damit den CVP-Sitz eroberte. «Der knappe Ausgang der heutigen Wahl hat den zweiten Wahlgang legitimiert.» Auch Egloff freut sich auf die Zusammenarbeit ab dem neuen Jahr. «Wir sind ein super Team und arbeiten sehr gut miteinander.

Obwohl Philipp Rey nur gerade 59 Stimmen mehr holte als im ersten Wahlgang, will er das Wort «Enttäuschung» nicht in den Mund nehmen. «Als Parteiloser hat man ohnehin einen schweren Stand.» Als sich dann auch noch die CVP für Markus Maibach ausgesprochen habe, sei für ihn klar gewesen, dass es mit einer Wahl wohl nichts werde. «Gegen SP, CVP und EVP kann man als Parteiloser nichts ausrichten.» Insofern erachte er sein Resultat durchaus als Achtungserfolg. Auch Rey freut sich auf die weitere Zusammenarbeit, «habe ich doch das Glück, mit der Bildung mein Lieblingsressort bekleiden zu dürfen».