Baden

So sieht es aus, wenn sich der Kappelerhof rausputzt

Der Gestaltungsplan für die geplante Überbauung zwischen der Brugger- und Stockmattstrasse liegt öffentlich auf. Er zeigt, wie sich die Investoren die Entwicklung des Badener Quartiers vorstellen. Bis 4. November kann mitdiskutiert werden.

Nun wird es konkreter, wie die Frischzellenkur für das Badener Quartier Kappelerhof aussehen könnte. Im Frühjahr wurde bekannt, dass zwischen der Brugger- und Stockmattstrasse drei Neubauten mit Gewerberäumen und Wohnungen geplant sind.

Dafür sollen mehrere Häuser abgerissen werden, unter anderem jenes, in dem der Denner Satellit als einziger Quartierladen untergebracht ist. Die Projektverfasser hatten für das Areal, das auf verschiedenen Bauzonen liegt, bei der Stadt Baden einen Gestaltungsplan eingereicht. Der Stadtrat hat diesen nun für die öffentliche Mitwirkung freigegeben und aufgelegt.

Auch im Neubau ein Denner

Die Bauherrschaft – bestehend aus der gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft Lägern (Lägern Wohnen) und dem Investor «Baugesellschaft Kappi» (Aarinvest AG, Böttstein und Cityland AG, Baden) – hat zudem ein unverbindliches Richtprojekt in Auftrag gegeben. Die Visualisierung von Endres Architekten AG veranschaulicht die Inhalte des Gestaltungsplans. 

Der Plan sieht für die drei geplanten Bauten unterschiedliche Höhen vor. Das Hauptgebäude entlang der Bruggerstrasse ist vierstöckig mit fünftem Attikaaufbau geplant. Im Erdgeschoss ist Gewerbefläche vorgesehen. André Keller, Vertreter der «Baugesellschaft Kappi», versicherte schon im Frühjahr, man wolle dem Quartier das Lebensmittelgeschäft erhalten. Auf Nachfrage der az bestätigt er, auch Denner sei nach wie vor daran interessiert.

Die rechtwinklig zum Hauptblock verlaufenden Gebäude an der Stockmattstrasse sollen nur vier- respektive dreigeschossig werden. Damit will man die ganze Überbauung stimmig in das südlich Richtung Wald ansteigende Terrain einfügen. 

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Bushaltestelle soll verlegt werden

Ein weiterer Bestandteil der Gestaltungspläne ist eine Tiefgarage mit bis zu 92 Parkplätzen, was den Anforderungen gemäss Bau- und Nutzungsordnung genügt. Für Besucher und das Gewerbe sind neun Aussenparkplätze an der Stockmattstrasse geplant; die fünf bestehenden öffentlichen Parkfelder werden dadurch aufgehoben. Gleich daneben ist die Garageneinfahrt geplant.

Des zusätzlichen Verkehrs wegen soll die Bushaltestelle «Kapelle» auf der Bruggerstrasse um 50 Meter verlegt werden. Die Stadt muss die Haltestelle direkt vor der Einmündung der Stockmattstrasse so oder so bis 2023 behindertengerecht umgestalten. Der Gestaltungsplan sieht dafür eine Busbucht direkt vor dem Hauptgebäude vor. Ein alternativer Fahrbahnhalt auf Höhe Brisgistrasse wird derzeit noch geprüft. Mit der Umgestaltung der Stockmattstrasse soll auch die Entsorgungsstelle erneuert und wenn möglich in den Untergrund verlegt werden.

Der Baustart ist Ende 2015 vorgesehen. Das Projekt soll in zwei Etappen geteilt werden. Tiefgarage, Haupttrakt und das direkt anschliessende Gebäude zwischen «Im Ifang» und der Stockmattstrasse sollen zuerst gebaut werden. In einer zweiten Phase soll der hinterste Wohnblock folgen. 

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