Untersiggenthal

Sie hielten am Feldschiessen sensible Ohren auf Trab

Die Schützen aus der Region massen sich am Feldschiessen – Frauen waren nur wenige da.

Das Gewehr gegen die Schulter gedrückt, den Blick auf das Ziel gerichtet und Schuss. Zwei weitere Schüsse folgen und für kurze Zeit herrscht wieder Ruhe. An diesem Freitagabend halten regelmässige Gewehrschüsse sensible Ohren auf Trab. Aus der ganzen Region lockt das eidgenössische Feldschiessen an diesem Wochenende Schützen und Schiesssportfreunde an.

Dabei bilden das freiwillige Feldschiessen zusammen mit dem obligatorischen Schiessen der Armee die zwei Bundesschiessübungen der Schweiz. «Das Feldschiessen ist freiwillig und offen für alle», sagt Norbert Stichert, Präsident und Aktuar der Schützengesellschaft Untersiggenthal. So dürfen auch Unerfahrene und Interessierte an diesem Anlass das Gewehr ausprobieren. Jedem Schützen stehen dabei 18 Schüsse frei. Jeder Schuss wird gezählt. Auf dem Bauch liegend wird mit dem Gewehr auf eine 300 Meter entfernte Zielscheibe geschossen. Für die besten Schützen gibt es eine Medaille als Preis. «Im Vordergrund steht aber die Freude am Schiesssport und die Kontaktpflege unter den verschiedenen Vereinen», sagt Stichert.

Sommerwetter birgt Tücken

So findet das Feldschiessen jedes Jahr bei einer anderen Schiessgesellschaft einer Region statt. Die Munition wird dabei von den Gemeinden der einzelnen Vereine abgegeben. Freiwillige des Gastgebervereins organisieren die Festwirtschaft und sorgen für alle Sicherheitsvorkehrungen. Im Bezirk Baden findet neben dem 300-Meter-Schiessen mit dem Gewehr, in Neuenhof noch ein 25- bis 50-Meter-Schiessen mit der Pistole statt.

Dabei birgt das sommerliche Wetter Tücken für den Schiesssport. Durch die Hitze wird die Sicht auf das Ziel unscharf. Deshalb tauchen erfahrene Schützen meist erst am Abend auf, wenn die Luft sich abgekühlt hat. Mehrere hundert Schiesssportfreunde massen sich am Wochenende aneinander. Darunter finden sich auffallend viele Männer. «Zwar haben wir weniger Frauen im Verein, oftmals aber sind sie die talentierteren Schützen», sagt Stichert mit einem Augenzwinkern.

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