Spreitenbach
Shoppi-Umbau: mehr Sonnenlicht und 20 neue Geschäfte

Nach dem Tivoli und der Passerelle hat auch das Shoppi eine Frischzellenkur hinter sich – optisch wie auch inhaltlich. Es soll nicht nur eine Einkaufsmeile, sondern auch ein Ort der Begegnung sein, so CEO Patrick Stäuble.

Carolin Frei
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Shoppi: Die Fassade wurde mit transparenten Platten versehen, die je nach Licht unterschiedlich wirken.
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Alle Brands in gleicher Schrift auf der neuen Fassade
Exklusiv in der Schweiz - Only & Sons im ShoppiTivoli
McDonalds mit Spiel-Esstischen und das McCafé laden zum Verweilen ein
Auch das Label Desigual hat Einzug gehalten
Neueröffnung Shoppi Tivoli Spreitenbach

Shoppi: Die Fassade wurde mit transparenten Platten versehen, die je nach Licht unterschiedlich wirken.

Carolin Frei

Das Shoppi in Spreitenbach glänzt wie neu – mit mehr Fläche, mehr Tageslicht, zwei neuen Rollbändern und einer neuen Fassade aus transparenten, pastellfarbenen Platten. Aber nicht nur die Hülle ist neu, auch der Inhalt. So gelangen dank neuer Dach- und Seitenfenster nun auch Sonnenstrahlen ins Einkaufscenter. Den dadurch verlorenen Platz hat man mit Erweiterungsbauten wettgemacht, was auch nötig war. Denn während der Revitalisierung über gut zweieinhalb Jahre sind auch 20 neue Brands (Markenläden) ins Shoppi eingezogen.

«Eigentlich gabs nur ein Geschäft – Lindt & Sprüngli –, das wegen des bevorstehenden Umbaus auszog», erklärt Shoppi-CEO Patrick Stäuble auf dem Rundgang durchs Einkaufscenter. Die 20 neuen hätten sich vom Umbau nicht abschrecken lassen – im Gegenteil. «Man hat darauf vertraut, dass die Neugestaltung viele Vorteile bringt. Auch wenn man, wie etwa Migros, das Ladengeschäft für ein Jahr schliessen musste», betont Patrick Stäuble.

Tische mit Touchscreens

Das Erdgeschoss der neuen Shoppi-Mall ist nun eine Familienzone, in der nebst Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs auch Schuhe, Kinderkleider, Spielwaren sowie eine Apotheke zu finden sind. Inmitten der Ladengeschäfte kann man auch gemütlich verweilen, sich beim Essen und Trinken sogar spielerisch betätigen: Touchscreens in den Tischen bieten verschiedene Spiele. Wer es ruhiger mag, kann sich ins angrenzende Café setzen.

Das Obergeschoss ist vor allem der Welt der Kleider gewidmet. Hier finden sich sowohl Geschäfte, die seit Jahren im Shoppi zu Hause sind, als auch jegliche neue wie das Modelabel «Only & Sons» für Damen und Herren. Im Shoppi eröffnete es seine erste Filiale überhaupt in der Schweiz. Ebenfalls exklusiv vertreten ist «Oil & Vinegar», eine holländische Ladenkette für kulinarische Geschenke. Ein neu gestaltetes Restaurant rundet das Angebot im Obergeschoss ab.

Verweilen, aber nicht abhängen

«Das Shoppi Tivoli soll nicht nur eine Einkaufsmeile sein, sondern auch ein Ort der Begegnung», sagt CEO Patrick Stäuble. Die Menschen sollen sich hier treffen und austauschen können. Doch bietet man so nicht automatisch Raum, um herumzulungern und «abzuhängen»? Patrick Stäuble winkt ab. Die Problematik mit den Jugendlichen, die im Center wegen ihres Verhaltens negativ auffielen, sei beseitigt.

Man habe zwar mit Sicherheitsdiensten und Hausverboten durchgreifen müssen, nun sei aber Ruhe eingekehrt. «Auch das Littering ist kein Thema mehr», betont Stäuble. Zeitgleich bückt er sich, um einen Trinkhalm vom ansonsten blanken und sauberen Boden aufzuheben und im Abfallkorb zu entsorgen. Nebst den Sicherheitsleuten wandeln auch drei Guides in roten Jacketts durch die Mall. Sie stehen in erster Linie den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite.

Einkaufen mit Gilbert Gress

80 Millionen Franken haben die Eigentümerin Credit Suisse und die Mieter für die Neugestaltung ausgegeben. Während der ganzen Revitalisierungsphase habe es seitens der Besucher keine ernsthaften Reklamationen gegeben, sagt Patrick Stäuble. «Die Nachbarschaft hingegen, die hat sich schon immer wieder mal über die vielen Lastwagen beschwert.» Doch auch diese Wogen hätten sich geglättet.

Zur Neueröffnung lädt das grösste Einkaufscenter der Schweiz vom 17. Oktober bis 1. November nun zu Entdeckerwochen ein. Zusammen mit 14 Promis, etwa Christa Rigozzi oder Gilbert Gress, können die Besucher auf Entdeckungstour durch die neue Mall gehen.

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