Untersiggenthal

«Seien Sie bitte leiser»: Rammler-Pärchen treibt Nachbarn zur Verzweiflung

Der überlaute Sex eines Pärchens sorgt in der Untersiggenthaler Rosengarten-Siedlung für Unmut. Ein Nachbar hat an der Türe der Tiefgarage anonym ein Schreiben angebracht, in dem er um einen tieferen Lärmpegel sowie schalldämpfende Massnahmen bittet.

Im offenen Brief, über den «20 Minuten» berichtet, heisst es: «Zu Anfang war es ja noch ganz amüsant, durch die Wände und Fenster hindurch dem lauten Paarungsritual zuzuhören, aber auf Dauer muss ich sagen, dass es als Nachbar einfach nur noch nervt.»

Man höre es im ganzen Haus, wenn das Bettgestell rhythmisch gegen die Wand knalle. «Es ist peinlich, wenn man Besuch hat und durch die Wände hört, wie die Nachbarschaft am Rammeln ist. Fazit: Seien sie während dem Sex doch bitte leiser», heisst es im Schreiben.

Ein weiterer Bewohner aus dem Quartier bestätigt gegenüber «20 Minuten», dass ein Paar beim Sex besonders laut sei: «Bei offenen Fenstern höre ich sie, obwohl ich nicht im gleichen Gebäude wohne.» Er könne den Unmut der direkten Nachbarn verstehen. Doch längst nicht alle in der Siedlung teilen die Meinung – ein Anwohner nervt sich vielmehr ab dem Schreiben: «Sex in den eigenen vier Wänden soll doch wohl noch erlaubt sein.»

Walter Angst, Sprecher des Mietverbandes: «Es gibt immer wieder Fragen von Mietern, die sich durch Sexgeräusche gestört fühlen. Vereinzelt werden solche Themen auch vor den Schlichtungsbehörden verhandelt.»

Bei Nachbarschaftskonflikten fordere man die Mieter immer zum Gespräch und zur gegenseitigen Rücksichtnahme auf. Meist gäbe es einfache Lösungen: «Man kann etwa während des Verkehrs die Fenster schliessen.» Allerdings brauche es auch die Toleranz der Nachbarn – vor allem, wenn das Haus hellhörig sei. (az)

Kennen Sie schon unsere Facebook-Seite? Liken Sie uns hier!

Meistgesehen

Artboard 1