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Schock in Baden: Grand Casino erhält keine Lizenz für Zürcher Casino-Projekt

Baden geht bei Casino-Poker leer aus

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Die A-Konzession für das neue Casino in Zürich soll nicht an das Grand Casino Baden gehen. Dies empfiehlt die Eidgenössische Spielbanken-Kommission dem Bundesrat. In Baden reagiert man schockiert und befürchtet Millionen-Einbussen.

Die heftig umkämpfte A-Konzession für das neue Grand Casino in Zürich soll an die Swiss Casinos Zürich AG gehen, wie der «Sonntagsblick» schreibt. Diese plant im ehemaligen Warenhaus Ober an der Sihl einen Spieltempel auf zwei Stockwerken sowie einem Dachrestaurant und Läden im Erdgeschoss.

Der definitive Entscheid liegt nun beim eidgenössischen Justizdepartement. Laut einem Sprecher dürfte der Antrag der Spielbanken-Kommission noch vor den Sommerferien behandelt und die Konzession erteilt werden.

Detlef Brose: «Wir sind entsetzt»

Grosse Verliererin ist die Stadtcasino Baden AG, die mit einem budgetierten Brutto-Spielertrag von bis zu 146 Millionen Franken das grösste Projekt eingereicht hatte. In Baden reagiert man denn auch schockiert.

«Wir sind entsetzt, dass eine derart unsachliche Entscheidung getroffen worden ist», sagte CEO Detlef Brose gegenüber «Tele M1». «Wir haben unserer Meinung nach das beste Gesuch abgegeben.» Für Baden ist dies eine bittere Niederlage, denn das Projekt «Casino Royal» war auf gutem Wege und hat bislang über sieben Millionen Franken verschlungen.

Was jedoch noch weit schwerer wiegt: Die Hälfte der Gäste des Badener Stadtcasinos kommen aus Zürich. Diese könnten nun wegen der neuen Konkurrenz an der Sihl ausbleiben. In Baden rechnet man mit Einbussen um rund 35 Prozent. Damit würden in Baden über 35 Millionen Bruttospielertrag wegfallen. 

Dies trifft auch die Stadt Baden, die 51 Prozent der Casino-Aktien hält: Zu rechnen sind mit zwei Millionen Franken weniger Steuerreinnahmen jährlich. (pi)

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