Schon von weitem sind die Bauabschrankungen am Badener Lindenplatz sichtbar: Die Decke des SBB-Tunnels, der unterhalb der Mellingerstrasse in Richtung Zürich führt, wird ersetzt. Damit die Autofahrer in Richtung Dättwil die Baustelle umfahren kann, werden sie auf die entgegenkommende Fahrbahn umgeleitet. Der Verkehr stadteinwärts wird deshalb vor dem Hotel Linde nicht wie gewohnt zwei-, sondern einspurig geführt – bei gut 25 000 Fahrzeugen täglich besteht deshalb ein grosses Staupotenzial.

«Wir wissen, dass der Lindenplatz verkehrstechnisch ein sensibler Punkt ist», sagt Erhard Wyss, Projektleiter des kantonalen Departements für Bau, Verkehr und Umwelt. Aus diesem Grund habe man von Anfang an genug Mitarbeiter für den Verkehrsdienst eingesetzt, der zwischen 6 und maximal 20.30 Uhr den Verkehr regelt. Mit Erfolg: Grössere Staus sind bis jetzt ausgeblieben. «Die Generalprobe für die grosse Sanierung des Schulhausplatzes vom nächsten Jahr läuft unerwartet gut», sagt Wyss.

Da der SBB-Tunnel über den ganzen Strassenbereich der Mellingerstrasse ersetzt werden muss, wird die Baustelle in der zweiten Bauphase Ende Oktober um einige Meter in Richtung Oberstadtstrasse verschoben. Die Autos, die nach Dättwil unterwegs sind, können dann wieder wie gewohnt auf der Spur direkt vor dem Hotel Linde fahren, der Verkehr stadteinwärts bleibt einspurig.

Während der Arbeiten dürfen aus Sicherheitsgründen keine Züge durch den Tunnel fahren. Deshalb müssen einige Arbeiten in der Nacht ausgeführt werden. «Lärmbeschwerden sind mir aber keine bekannt», sagt Wyss und ergänzt: «Wir verwenden lärmarme Abbaumethoden und vorfabrizierte Elemente.» Die Arbeiten sind im Zeitplan und sollen bis Ende November abgeschlossen sein.(ssu)