Vor zwei Jahren stand der STV Baden im Final um den Aufstieg in die Nationalliga A. Und genau da wollen die Badener auch nächstes Jahr wieder stehen – in der Barrage. «Ich wollte das schon früher. Doch diesmal machen wir einen ernsthaften Versuch», betont der deutsche Trainer Björn Navarin.

«Und die GmbH zieht voll mit», freut sich der ehrgeizige Trainer. «Wir haben immer noch die Vision 2022, nach der in Baden wieder Spitzenhandball zu sehen sein sollte. Und wenn es früher kommt, dann packen wir die Chance», betont Jürg Kappeler, der Geschäftsführer der GmbH.

Neuer Innenblock mit mehr Routine

Die Badener haben den grossen Vorteil, dass sie praktisch mit der gleichen Mannschaft ins Rennen gehen können. Nur punktuell und sehr gut verstärkt. Kreisläufer Remo Hochstrasser bringt die berufliche Belastung und das Training nicht mehr unter einen Hut. Mit dem Deutschen Andreas Heyme wurde nicht nur ein Ersatz, sondern eine echte Verstärkung verpflichtet. Der 192 cm grosse Kreisläufer hat schon in der Bundesliga und in der NLA gespielt. «Er bringt noch mehr Routine mit, und das tut uns sicher gut», freut sich Navarin.

Vor zwei Jahren standen die Stadtturner im Final. Am Ende der Saison gingen mit den deutschen Phil Seitle und Marcus Hock zwei erfahrene und erfolgreiche Spieler weg. «Danach lag das Durchschnittsalter der Mannschaft bei nur noch 24 Jahren. Dafür hat sie sich letzte Saison gut geschlagen», meint Kappeler, der bereits seit sieben Jahren die GmbH leitet. «Doch es fehlte die Konstanz», räumt Trainer Navarin ein.

Diese soll jetzt dank Heyme und Malvin Patzack zurückkommen. Patzack kam zwar schon letzte Saison zum STV Baden, doch verletzte er sich unmittelbar nach seiner Ankunft. Jetzt ist der 2,04-m-Hüne voll mit dabei. Zusammen mit seinem Landsmann wird er künftig den Innenblock in der Verteidigung bilden. «In der Deckung hatten wir arge Probleme und waren nicht konstant. Das ergab viel Unsicherheiten», blickt der Trainer zurück. «Jetzt haben wir einen richtig starken Innenblock, die beiden sind Leaderfiguren», freut sich der 44-jährige ehemalige Torschützenkönig der 2. deutschen Bundesliga. Dasselbe gilt auch für Johnny Knecht, der von Endingen über den Umweg GC/Amicitia in der Aue landete.

Hinter dem Innenblock steht der Goalie, der im modernen Handball immer wichtiger wird. Mit Marco Wyss und Michael Schoch hat Städtli ein eingespieltes und starkes Duo. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Gespann. Sie harmonieren gut, und das ist viel wert», betont der Trainer.

Doch es darf sich keiner verletzen oder ausfallen, denn eine Alternative steht nicht zur Verfügung. Auch der langjährige Goalietrainer Adi Lehner ist nicht mehr an der Seitenlinie, diese Aufgabe übernimmt jetzt auch noch Navarin. Als Sportchef ist Lehner jedoch weiterhin dabei und hat, wie die Verstärkungen zeigen, einen guten Job gemacht.

Erstes Spiel zu Hause gegen Steffisburg

Weil die Badener nur wenige Wechsel hatten, konnten sie sich schneller und effizienter einspielen. Das ist sicherlich ein grosser Vorteil. «Wir konnten viel schneller in die Details gehen», unterstreicht Trainer Björn Navarin.

Wie weit die Badener Handballer bereits sind, wird sich am Samstag zum ersten Mal zeigen. Dann empfangen sie zum Saisonauftakt um 18 Uhr in der heimischen Aue den TV Steffisburg. Die soll nur der Auftakt sein zu einer Saison, in der die Stadtturner am Ende im Final der Nationalliga B stehen. Mindestens im Final …