Wettingen

Rotweiss brilliert beim Europacup auf allen Ebenen

Beim Hallenhockey-Europacup hat sich Rotweiss Wettingen einmal mehr als hervorragender Veranstalter eines grossen Hockeyevents erwiesen. Doch damit nicht genug: Die Mannschaft hat souverän den Ligaerhalt in der europäischen Königsklasse geschafft.

Die Tribünen im Tägi waren prall gefüllt, die Zuschauer peitschten das Team von Rotweiss Wettingen nach vorne. Die Gastgeber brauchten noch einen Sieg, um sich definitiv in der obersten europäischen Liga zu halten. Das gelang mit einem mit viel Herzblut und Leidenschaft erkämpften Erfolg gegen das spanische Team. Aus dem starken Kollektiv ragte Goalie Michael Käufeler heraus, der eine Glanzleistung zeigte.


Genau so wie der gesamte Verein überzeugte. «Der Vizepräsident des europäischen Verbandes überschlug sich mit Komplimenten», meinte OK-Präsidentin Petra Aebi erfreut, aber schon fast etwas verlegen. Die Mannschaft hat souverän den Ligaerhalt geschafft und spielt auch nächstes Jahr wieder in der Königsklasse.

Und die Rotweissen haben ihren hervorragenden Ruf als Organisator von Grossanlässen einmal mehr unter Beweis gestellt. «Das Schwierigste war sicherlich, dass wir allen Erwartungen der Teams, des internationalen Verbandes und der Zuschauer gerecht werden. Erfreulicherweise haben wir es geschafft haben, alles reibungslos unter einen Hut bringen», bilanziert Aebi, die schon Erfahrung in der Organisation eines Turniers hat: Vor einem Jahr leitete sie das OK für den Frauen-Europacup.


Eingespieltes Team

Sie konnte dabei auf das praktisch gleiche OK zurückgreifen. Nur im Marketing wurde das Team nochmals verstärkt. Denn der dreitägige Grossanlass hat ein Budget von rund 100 000 Franken.

Die Zahlen zeigen, dass sich Rotweiss dank der zahlreichen Helfer und der langjährigen und treuen Sponsoren einen kleinen Zustupf in der Vereinskasse erwirtschaften konnte. Dieser wird auch dringend gebraucht, um den Kunstrasen auf der Bernau zu erneuern. Zudem soll die grosse und starke Juniorenabteilung von Rotweiss davon profitieren.


Sowohl Gemeindeammann Roland Kuster als auch Sportminister Alex Hürzeler liessen es sich nicht nehmen, im Tägi vorbeizuschauen und zeigten sich vom Engagement der Rotweissen begeistert hellauf begeistert. «Der Event war ein Erfolg auf der ganzen Linie», freute sich auch Rotweiss-Präsident Beat Brunner, der während dreier Tage selber kräftig mit anpackte.

Bei der Siegerehrung haben die Wettinger nicht nur die vielen Zuschauer, sondern auch alle anwesenden Teams aus den acht teilnehmenden Nationen überrascht und die ganze Preisübergabe mit Treichlern, Alphornbläsern und Fahnenschwingern untermalt. Sehr zur Freude der Teams und den Funktionären des europäischen Hockeyverbandes, welche das Schweizer Brauchtum nicht kannten und die Vorführungen im Tägi sichtlich genossen.


Volle Halle und tolle Stimmung

Aber auch sportlich haben die Rotweissen viel geboten. Zwar gingen alle drei Gruppenspiele knapp verloren. Gegen die grossen Favoriten und späteren Turniersieger von Rot-Weiss Köln schnupperten die Wettinger jedoch an der Sensation und unterlagen am Ende nur hauchdünn mit 3:4.

«Wir haben das Minimalziel, den Ligaerhalt, erreicht. Köln war klar die beste Mannschaft, der Rest war sehr eng zusammen», bilanzierte Peter Fischbach, der zurück auf die Rotweiss-Bank kehrte und das Team zusammen mit Philip Keller in der Königsklasse hielt.

Während die Spieler eine ganz kurze Pause geniessen, bevor die Vorbereitungen auf die Feldsaison beginnen, geht es für Petra Aebi und ihr eingespieltes Team darum, noch alles im Tägi aufzuräumen und den Abschluss administrativ abzuschliessen.


Die Organisatoren hoffen, dass auch beim nächsten Grossanlass, den die Rotweissen auf die Beine stellen werden, die Tribünen wieder voll sind und sowohl das Team auf dem Parkett wie auch die Equipe im Hintergrund vor eigenem Publikum über sich hinauswachsen können.

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