Baden

Radiolegende Judith Wernli inspiriert die Frauen der Raiffeisenbank Lägern-Baregg

Sabine Hurni, Mitglied des Verwaltungsrats, mit den Referentinnen Claudia Thali (l.) und Judith Wernli (r.).

Sabine Hurni, Mitglied des Verwaltungsrats, mit den Referentinnen Claudia Thali (l.) und Judith Wernli (r.).

Die Raiffeisenbank Lägern-Baregg führte ihren traditionellen Frauenanlass in der Villa Boveri in Baden durch. «Mut, Kreativität, Teamgeist – was uns inspiriert» lautete das diesjährige Thema. Gleich zu Beginn des Abends mussten die Gäste ihre Komfortzone verlassen.

Im Gartensaal der Villa Boveri begrüsste Sabine Hurni, Mitglied des Verwaltungsrats der Raiffeisenbank Lägern-Baregg, die Gäste zum Abend unter Frauen, der bereits zum sechsten Mal ausgetragen wurde. Aufgrund der aktuellen Lage konnten weniger Frauen zum Abend mit Radiolegende Judith Wernli und der Neurobiologin Claudia Thali eingeladen werden als üblich. Was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Dieses Jahr war der besondere Abend dem Thema «Mut, Kreativität, Teamgeist – was uns inspiriert» gewidmet.

Die Stimme von Judith Wernli kennt wohl jeder in der Region, arbeitete sie doch lange für Radio Argovia. Seit über 17 Jahren bereits ist sie nun landesweit bei SRF 3 zu hören. Das Gesicht zur Stimme kennen möglicherweise weniger Leute. Die Gäste der Raiffeisenbank kamen jedoch in den Genuss, die quirlige Aargauerin auch persönlich kennen zu lernen.

Ans Mikrofon kam sie über Umwege. Als talentierte Snowboarderin ärgerte sie sich oft über die Speaker, und so begann sie, ihren eigenen Sport zu kommentieren. Bevor sie aber überhaupt über den Schnee brettern konnte, brauchte sie ein Brett unter den Füssen.

Das Streben nach dem Glanz in den Augen

Sie fragte als Teenager ihren Grossvater, ob er ihr helfen könne, ein Snowboard zu beschaffen. Dieser meinte: «Geh vor den Spiegel. Du solltest jetzt deine Augen sehen», erinnert sich die Moderatorin. Sie hatte diesen Glanz der Begeisterung in ihren Augen und entschied sich, immer danach zu streben.

Als sie vor einigen Monaten als Vortragende für diesen Abend von der Raiffeisenbank angefragt wurde, sprach sie mit ihrer Freundin Claudia Thali, was sie denn inspiriere. Da sich die Neurobiologin auch mit den Themen Kreativität und Inspiration befasst, war der Entschluss schnell gefasst, den Abend gemeinsam zu gestalten. Um gleich einmal die Komfortzone zu verlassen und die Gäste in ihr Programm miteinzubeziehen, starteten die beiden Powerfrauen mit dem bekannten Kultspiel «ABC SRF 3».

Forcieren könne man die Inspiration nicht

Die Pointen aus dem Leben von Wernli erklärte Thali mit kurzen, knackigen Sätzen aus der Wissenschaft. «Inspiration ist der alkoholfreie Rausch», erklärte Thali. «Und man ist kreativer, wenn man nicht konkret auf ein Ziel hinarbeitet. Denn dadurch wird der Blickwinkel enger.» Und zuletzt fügte sie an, dass die Inspiration komme, wann sie wolle – forcieren bringe gar nichts. So erzählte Wernli auch von ihrem Projekt, das Matterhorn zu besteigen. Auch dies zauberte ihr wieder dieses glänzende Etwas in die Augen. «Es ging um das Ziel, dieses als Team zu erreichen und das Gefühl zu haben: Ja, es geht».

Als sich ergänzendes Duo zogen die beiden Mütter alle in ihren Bann. Sie inspirierten und regten zum Nachdenken an. Um den Prozess weiterzuführen, entliessen sie die Runde mit der Frage: «Wie viel Zeit investieren Sie ins Ausleben Ihrer Werte und Entwickeln neuer Fähigkeiten?» Beim abschliessenden Apéro wurde darüber diskutiert. (awa)

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