Baden

Projekt Garten jEden: Ran an die Beete!

Etwa so wie hier in Zürich werden die bepflanzten Hochbeete aussehen.Archiv/mts

Etwa so wie hier in Zürich werden die bepflanzten Hochbeete aussehen.Archiv/mts

Jugendarbeit Region Baden zieht Urban-Gardening-Projekt weiter. In den Gemeinden stösst das Projekt auf grosses Interesse

Heute soll in der Umgebung von Baden neues Grün entstehen. Die Jugendarbeit Region Baden zieht das Projekt Garten jEden der Jugendarbeit Wettingen von 2014/2015 weiter und hat daraus ein gesamtregionales Unterfangen gemacht. «Garten jEden» war letztes Jahr in Wettingen ein Urban-Gardening-Projekt, bei dem 25 Hochbeete mit Gemüse und Obst bepflanzt wurden. Diese Aufgabe hatten sogenannte Paten übernommen, darunter etwa Familien, Schulen oder Vereine. Das Ziel des Projekts: Die Paten pflegen ihr jeweiliges Hochbeet regelmässig. Ist die Ernte reif, dürfen sich alle Dorfbewohner bedienen.

Grosse Nachfrage am Projekt

So sollte unter anderem der Austausch unter den Bewohnern gefördert werden. Dies habe sehr gut geklappt, sagte der Initiant des Projekts, Flavio Uhlig von der Jugendarbeit Wettingen. Jedoch konnte die Gemeinde Wettingen das Projekt vorerst nur einmalig durchführen, unter anderem wegen personellen Ressourcen (az vom 24. 1). Trotzdem wird die Idee weitergetragen: Dieses Jahr nehmen die Gemeinden Ehrendingen, Ennetbaden, Würenlos und die Stadt Baden daran teil. Die Patensuche sei indes sehr erfolgreich gewesen: Insgesamt 50 Paten werden sich um ganze 102 Hochbeete in den Gemeinden kümmern. «Die Paten setzen sich dieses Jahr aus Privaten, Kindergärten, Schulklassen, Jugendarbeitstellen, Firmen, einer Kirchgemeinde und einer Kinderkrippe zusammen», sagt Sandra Perego, Leiterin der Jugendarbeit Region Baden.

Die hohe Beteiligung am Projekt begründet sie zum einen mit dem Wunsch der Bevölkerung, zu wissen woher das Essen kommt. Zum anderen sagt sie: «Das Anliegen ist da, etwas für das Gemeinwesen am Wohnort zu tun.» Heute finden nun die Kick-off-Veranstaltungen statt, bei denen die Hochbeete zum ersten Mal bepflanzt und an ihre vorgesehenen Standorte in den jeweiligen Gemeinden und Quartieren gebracht werden. Die Beete, die Erde sowie die Sprösslinge werden von der Jugendarbeit zur Verfügung gestellt. «Das Projektbudget wird von 14 Gemeinden der Umgebung finanziert», erklärt Perego.

Bei jedem Hochbeet werden zudem Tafeln zu finden sein, auf denen neben Informationen auch ein Code zu finden ist. Mit diesem kann mit dem Smartphone auf Infos über die Mischkultur der Beete oder Rezeptideen zugegriffen werden. Projektleiterin Perego erhofft sich von «Garten jEden» «viele schöne Geschichten von verschiedenen Menschen, die sich an den Hochbeeten begegnen.»

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