«Mint» ist eine zusammenfassende Bezeichnung für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Am Mittwoch fand in der Kanti Baden das erste Mal ein sogenannter «Mint»-Tag statt, um die Kompetenzen in diesen Fächern und das Interesse an ihnen zu stärken. Rund 600 Schülerinnen und Schüler der zweiten und der dritten Klasse des Gymnasiums sowie der Wirtschafts- und Informatikmittelschule machten mit.

Die zweiten Klassen begaben sich auf Exkursion, beispielsweise an das Paul-Scherrer-Institut oder zum «Science Lab» der Universität Zürich. Die dritten Klassen blieben an der Kanti. Dort befassten sich die beiden Eingangsreferate mit dem Klima und dessen Veränderung. Mathias Rotach von der Universität Innsbruck zeigte auf, was über den Klimawandel bekannt ist und wie dieses Wissen in Klimamodelle einfliesst. Dabei hielt er sich an den Bericht des Weltklimarats der Vereinten Nationen.

Warum «Fake News» dominieren

Astrid Deuber-Mankofsky beschäftigte sich mit der anschliessenden Frage, weshalb sich diese wissenschaftlichen Erkenntnisse nur schwer in der breiten Öffentlichkeit finden lassen und «Fake News» die sozialen Medien dominieren. Danach ging es weiter mit zwei Dutzend verschiedenen Workshops zur Klimaveränderung und weiteren «Mint»-Themen. So fand im Labor ein Kurs zur Rückgewinnung von Gold aus Elektroschrott statt. Zehn Teilnehmer wurden von Max Cejka und Simone Heimgartner, beide ehemalige Schüler der Kanti Baden, angeleitet. Die Schüler staunten, wie einfach das chemische Verfahren ist und wie viel Gold dabei gewonnen wird. In einem anderen Raum führte Roger Gassert von der ETH Zürich vor, wie Menschen mit Lähmungen oder nach Schlaganfällen unterstützt werden können. Ihnen legt man ein externes Skelett an, damit sie ihre Bewegungen präzise ausführen. Eine Schnittstelle zwischen Körper und Maschine, in der Informatik, Medizin und Maschinenbau steckt.

In der Kanti Baden ist das Interesse an den «Mint»-Fächern vorhanden: Im laufenden Schuljahr wählten fast vierzig Prozent der Erstklässlerinnen und Erstklässler im Gymnasium den naturwissenschaftlichen oder den mathematischen Akzent. In der dritten und vierten Klasse besuchte rund ein Drittel der Gymnasiasten ein «Mint»-Schwerpunktfach.