Freienwil

Pächter für Restaurant gefunden: Der «Weisse Wind» weht wieder

Tina Haagen und Stefan Frankenstein freuen sich auf ihre neue Aufgabe.

Tina Haagen und Stefan Frankenstein freuen sich auf ihre neue Aufgabe.

Der neue Pächter des «Weissen Winds» in Freienwil will das Dorf ab März mit gutbürgerlicher Küche verwöhnen.

Im März ist es endlich so weit: Im «Weissen Wind» in Freienwil werden nicht mehr nur in der Krimiserie «Bestatter» Gäste bewirtet. Die Genossenschaft Weisser Wind, die das geschichtsträchtige Gebäude an der Dorfstrasse 11 vor mehr als vier Jahren kaufte, hat einen Pächter für das Restaurant gefunden. Stefan Frankenstein möchte gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Tina Haagen die Gäste im neuen «Weissen Wind» ab dem 9. März mit gutbürgerlicher Küche verwöhnen. «Unsere Karte wird klein, aber fein und wir arbeiten mit Produzenten aus der Region zusammen», sagt Stefan Frankenstein. Urs Rey, Präsident der Genossenschaft, freut sich über die neuen Pächter: «Ihr Konzept mit einfachen und regionalen Menus spricht uns sehr an und passt zum Dorf.»

Als Leiter der Badener Werkkbeiz, einem Catering-Unternehmen und einer Mensa kennt sich Frankenstein bereits im Gastrobereich aus. Das war für die Genossenschaft mitunter ein Grund für die Zusammenarbeit: «Wir sind froh, dass jemand mit Erfahrung das Restaurant führt», sagt Rey. Durch Frankensteins Geschäfte im Raum Baden erhoffen sie sich, dass auch Menschen von anderen Gemeinden ihren Weg in den Gasthof finden. Natürlich solle der «Weisse Wind» aber auch als Stammtisch für die Freienwiler dienen. Dem pflichtet Frankenstein bei: «Es ist eine tolle Chance für uns, das traditionsreiche und charaktervolle Haus zu beleben und als Treffpunkt für den Ort und die Region zu etablieren.»

Krippe und Kulturlokal

Dass der Gastronom das Lokal übernimmt, steht erst seit zirka einem halben Jahr fest. «Ich wurde durch die geplante Kindertagesstätte im Obergeschoss auf das Restaurant aufmerksam», sagt Frankenstein, der in Lengnau wohnt und eine dreijährige Tochter hat. Neben dem Restaurant im Untergeschoss will die Genossenschaft das Gebäude auch wieder als Kulturlokal und als Kindertagesstätte nutzen. So wird die bereits bestehende Krippe in Freienwil im März in das Gebäude verlegt. Dazu dient der Saal im Obergeschoss, der tagsüber die Tagesstätte beherbergt und sich am Wochenende in einen Kultursaal verwandelt. Die Genossenschaft Weisser Wind hatte das historische Gebäude mit dem Kauf vor vier Jahren vor dem Abbruch gerettet (die AZ berichtete). Im Januar dieses Jahres begannen die Umbauarbeiten. Während man die Wirtschaft im Erdgeschoss modernisiert hat und im Dachgeschoss zwei Wohnungen entstanden sind, blieb der Kultursaal im ersten Stock in seinem Originalzustand aus dem Jahr 1910 erhalten. Diesen nutzte die Gemeinde früher schon als Theatersaal.

Der Pachtvertrag des neuen Besitzers beläuft sich vorerst auf rund zwei Jahre, Frankenstein strebt aber eine längerfristige Zusammenarbeit an: «Wir freuen auf die neue Aufgabe, die uns mit der Eröffnung des Weissen Winds erwartet.»

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