Grand Casino Baden

Online-Casino erweist sich in der Coronakrise als Trumpf

AZ-Archiv

"Sehr positive Geschäftsentwicklung": VR-Präsident Jürg Altorfer spricht von positiven Zukunftsaussichten.

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Der Bruttospielertrag des Grand Casino Baden ist 2019 erneut angestiegen. Der Verwaltungsrat hat einen Entscheid zur Dividendenpolitik gefällt.

Das Grand Casino Baden hat den Bruttospielertrag im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 65,5 Millionen Franken gesteigert. Das Casino Davos – es gehört ebenfalls der Stadtcasino Baden Gruppe – legte gar um fast 15 Prozent auf 2,1 Millionen Franken zu. In einer Mitteilung ist von einem hervorragenden Ergebnis die Rede.

Letzten Sommer eröffnete das Grand Casino Baden mit «jackpots.ch» das erste legale Schweizer Online-Casino. Im September folgte das Casino Davos mit «casino777.ch». Sie erwirtschafteten zusätzliche Spielumsätze in Höhe von 6,3 Millionen sowie 1,3 Millionen Franken. Die Online-Casinos haben sich gerade in der Corona-Krise als Glücksfall erwiesen. Geschäftsführer Detlef Brose: «Die Casinos in Davos und Baden sind aufgrund der bundesrätlichen Verordnung seit Mitte März geschlossen. Dank den Online-Casinos können wir den fehlenden Bruttospielertrag des klassischen Geschäftes immerhin teilweise kompensieren.»

Das Grand Casino Baden hat einen Krisenstab eingerichtet, der wöchentlich tagt, um schnell und flexibel auf jegliche Veränderungen zu reagieren. Von Krisenstimmung mag Detlef Brose laut Mitteilung aber nicht sprechen: «Dank erfolgreicher Geschäftsergebnisse über viele Jahre sind wir in der glücklichen Lage, die momentan sehr grosse Herausforderung auch über einen längeren Zeitraum zu meistern.» Viele Angestellte seien zwar auf Kurzarbeit, «Entlassungen sind aber kein Thema und bislang wird allen Mitarbeitenden Hundert Prozent des Lohnes ausbezahlt.»

Der Verwaltungsrat hat die Generalversammlung auf den 11. September verschoben und wird dort, vorbehaltlich übergeordneter politischer Beschlüsse, wie im Vorjahr eine Dividende in Höhe von 25 Franken beantragen. Jürg Altorfer, Verwaltungsrats-Präsident der Stadtcasino Baden AG: «Die sehr positive Geschäftsentwicklung im letzten Jahr, die generell gute finanzielle Situation unserer Gruppe und die positiven Zukunftsperspektive erlauben es, die Dividende in unveränderter Höhe auszuzahlen.» Die Stadt Baden ist mit 50,01 Prozent Mehrheitsaktionärin bei der Stadtcasino Baden.

Laut Mitteilung legt die Gruppe Wert darauf, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen: Das Casino hat Hygienemasken zwei Altersheimen weitergegeben und hält an sämtlichen Sponsoringzusagen unter anderem an Sportclubs und Veranstalter fest. (pkr)

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