Mit 80 Ausstellern wird die Würenloser Messe am kommenden Wochenende doppelt so gross ausfallen, wie die Besucher gewohnt sind. Der Grund: Für den alle zehn Jahre stattfindenden Event hat der Gewerbeverein Würenlos mit den Gewerblern aus dem Furttal zusammengespannt. Den traditionellen Würenloser «Frühlingsmärt» haben die Organisatoren gleich mit ins Programm aufgenommen. Einziger Schönheitsfehler: Nur einen Tag vor der Würenloser Messe öffnet am Donnerstag die alljährliche «Bauen und Wohnen» im Tägi ihre Tore.

Herr Huber, dass die beiden Messen am gleichen Wochenende über die Bühne gehen, war wohl keine Absicht?

Martin Huber: Nein, wir wollten eigentlich vermeiden, dass die Messen gleichzeitig stattfinden. Allerdings mussten wir bereits vor drei Jahren einen Termin festlegen. Dabei mussten wir darauf achten, dass der Termin auf die Schulferien fällt, weil wir die Messe auf dem Gelände der Mehrzweckhalle veranstalten. Es ist aber keiner dem anderen böse deswegen.

Befürchten Sie als OK-Präsident, dass Ihnen die «Bauen und Wohnen» besuchermässig das Wasser abgräbt?

Das denke ich nicht. Wir erwarten rund 20 000 Besucher und sind mit einem guten Rahmenprogramm gewappnet. Zudem ist die «Bauen und Wohnen» eine Fachmesse und wer weiss, vielleicht profitieren wir sogar voneinander ...

... weil die Besucher gleich beide Messen besuchen können, wenn sie schon mal in der Gegend sind?

Warum nicht? Es ist ja nur ein Katzensprung von Würenlos nach Wettingen und umgekehrt.

Haben Sie daran gedacht, einen Shuttle-Service zwischen Tägi und Mehrzweckhalle einzurichten?

(Lacht.) Eine solche Zusammenarbeit hätte wohl etwas zu weit geführt.

Apropos Zusammenarbeit: bis vor wenigen Jahren haben die Gewerbler keine Allianzen über die Kantonsgrenze hinaus geschmiedet. Für diese Messe hat das OK das ganze Furttal mit ins Boot geholt. Wieso das Umdenken?

Wir haben bereits für die Furttalmesse 2013 mit dem Gewerbeverein Unteres Furttal und dem Gewerbeverband Regensdorf, Buchs und Dällikon zusammengearbeitet. Aus dieser Zusammenarbeit sind enge Freundschaften entstanden. Für unsere Region und die Messe ist diese Zusammenarbeit eine Stärkung.

Anders scheint es bei den Gemeinden im Limmattal zu sein?

Ja tatsächlich. Wir arbeiten zwar seit je eng mit dem Gewerbeverein Wettingen zusammen und haben Kontakt mit Neuenhof, aber mit Spreitenbach oder auch Dietikon hat es bisher nicht richtig geklappt. Obwohl: Wünschenswert wäre es allemal.

Als OK-Präsident organisieren Sie zum ersten Mal eine Messe dieser Grössenordnung. Hatten Sie schlaflose Nächte deswegen?

(Lacht.) Nein, schlaflos waren sie nicht, aber es gab Nächte mit wenig Schlaf und viel Arbeit. Aber ich habe ein grossartiges Team, auf das ich stolz bin. Wir brauchten nur 15 Sitzungen, dann war die Messe unter Dach und Fach.

Und worauf freuen Sie sich nun am meisten?

Auf das ganze Rahmenprogramm und auf das kulinarische Angebot. Beides haben wir dieses Jahr kräftig ausgebaut.

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