Das öffentliche Thermalbad wird voraussichtlich im Herbst 2018 eröffnen. Beim Zusatz «öffentlich» kommt unweigerlich die Frage auf, ob sich die Stadt Baden am Thermalbadprojekt beziehungsweise am Betrieb des Thermalbads beteiligen wird. Zwar war das beim jetzt geschlossenen Bad nie der Fall.

Doch Benno Zehnder, Bauherr und Präsident der Verenahof AG, würde es begrüssen, beteiligte sich die Stadt Baden am Betrieb des Thermalbades. «Vor Jahren sagte der damalige Stadtammann Stephan Attiger, die Stadt überlege sich, sich mit 15 bis 25 Prozent zu beteiligen – ich würde eine solche Beteiligung auf jeden Fall begrüssen.» Denn dadurch wäre die Kooperation mit der Stadt viel enger und näher.

Baueingabe in wenigen Wochen

Tatsächlich sagte Stadtammann Geri Müller im Juni 2014: «Eine Beteiligung vonseiten der Stadt ist nicht ausgeschlossen.» Der Stadtrat mache sich jedenfalls seine Gedanken darüber, ob er mit einer Beteiligung als Aktionärin einsteigen solle. «Damit tun wir auch kund, wie sehr dem Stadtrat die Realisierung des Bäderprojekts am Herzen liegt», so Müller damals.

Knapp ein Jahr ist vergangen, was hat sich seither getan? «Wir prüfen noch immer, in welcher Form sich die Stadt beim Bäderprojekt allenfalls beteiligen könnte», sagt Stadtammann Geri Müller. Gleichzeitig betont er, dass die Stadt bereits in verschiedenen Bereichen beteiligt sei. «So etwa bei der Einbettung des Bäderprojekts in die bestehende und zukünftige Marketing-Strategie der Stadt Baden oder im Bereich öffentliche Sicherheit.»

Die Frage einer Beteiligung der Stadt sei eine Frage, die man nicht einfach mit «Ja» oder «Nein» beantworten könne. «Das ist keine einfache, sondern vielmehr eine gesamtstädtische, sehr strategische Überlegung», Geri Müller.

Visualisierung So könnte das Botta-Bad dereinst aussehen.

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Die Gesamtinvestitionen für die drei Projekte Thermalbad, Ärztehaus und Gesundheitshotel im ehemaligen Hotel Verenahof belaufen sich auf rund 200 Millionen Franken. Letzten Sommer gaben die Verenahof AG und die Gesundheitsstiftung Bad Zurzach + Baden bekannt, sie würden selber in die Bäderprojekte investieren. Dies nachdem der CS Real Estate Fund mangels Renditeaussichten als potenzielle Investorin ausgestiegen war. Die Fremdfinanzierung (rund zwei Drittel) stellt ein Bankensyndikat unter Führung der UBS sicher.

Laut Benno Zehnder würden die Baueingaben für die Bäderprojekte näher rücken. «Beim Bad haben wir noch zwei Optimierungsrunden durchgeführt und beim Ärztehaus noch den Grundriss der Wohnungen leicht geändert.» Bis im Juni sollte für diese beiden Projekte die Baueingabe erfolgen. «Beim künftigen Gesundheitshotel im Verenahof-Geviert hat es aufgrund von raumplanerischen Arbeiten noch kleinere Verzögerungen gegeben.»

Deshalb sei mit dieser Baueingabe erst nach den Sommerferien zu rechnen. Zehnder ist überzeugt, dass es danach zügig vorangehen sollte. «Beim Bad und Ärztehaus liegt ein rechtsgültiger Gestaltungsplan vor; hier sind Einsprachen nur noch im beschränkten Umfang möglich.» Und beim Gesundheitshotel-Projekt hätten nun die Stadt, die Denkmalpflege und der Heimatschutz grünes Licht gegeben, «weshalb auch hier nicht mit grossen Einsprachen zu rechnen ist», ist Benno Zehnder voller Zuversicht.