Aargauer Landwirte
Verregneter Sommer: Mais wird nicht bis zur nächsten Ernte reichen

Statt eine gute Ernte hat der Landwirt Raphael Peterhans zurückentwickelte Maiskolben in der Hand. Das nasse Wetter hat nicht nur beim Landwirt in Oberrohrdorf einen enormen Schaden angerichtet.

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«Die Maisernte sorgt in Oberrohrdorf AG für ein Fiasko»

Tele M1

Der viele Regen in den vergangenen Wochen hat seine Spuren hinterlassen. Vor allem der Mais, eine wärmeliebende Pflanze ist, hat gelitten. Rund ein Drittel der Zuckermaisernte hat den feuchten Sommer gar nicht erst überstanden. Und auch der Rest der Ernte fällt kleiner aus, wie Landwirt Raphael Peterhans aus Oberrohrdorf gegenüber dem Regional-TV-Sender Tele M1 berichtet.

«In einem normalen Jahr mit mehr Wärme ist der Anteil an grossen Maiskolben deutlich höher», sagt Peterhans. Dieses Jahr hätte der Mais sicher unter schlechtem Wetter und schlechter Nährstoffversorgung gelitten. Auch der Blick auf die nächste Ernte mache Peterhans zu schaffen. Der über mehrere Wochen nasse Boden hat vor allem Unkraut statt Mais spriessen lassen.

Diese Krise bekommt auch Unicorn zu spüren, einer der grössten Schweizer Produzenten und Vermarkter von Zuckermais. In der Produktionsanlage in Fischbach-Göslikon werde der Mais pasteurisiert, erklärt Betriebsleiter Markus Fries. «Das ist der Mais, der von Mitte September bis zur neuen Ernte gegessen wird.» Dieses Jahr werde das wohl nicht reichen. Der Betrieb in Fischbach-Göslikon verarbeitet aktuell nur rund ein Drittel – also knapp 800 Tonnen weniger als gewöhnlich. (phh)

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