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Zwei Punkte liegen gelassen: Handball Endingen verliert sang- und klanglos

Das Surbtaler Team zeigte bei der 27:22-Niederlage gegen den HSC Kreuzlingen eine ungenügende Leistung.

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Nach einer Handverletzung gab Nino Grzentic (Mitte) sein Comeback. Hier bei einem Match in Station Siggenthal.

Nach einer Handverletzung gab Nino Grzentic (Mitte) sein Comeback. Hier bei einem Match in Station Siggenthal.

Alexander Wagner/FOTO Wagner (20.8.2021)

Fünf Minuten waren gespielt - Handball Endingen stand in Kreuzlingen zwar auf dem Spielfeld, aber ins Spiel hatten die Surbtaler noch nicht gefunden. Drei Fehlschüsse, zwei technische Fehler und auf der Anzeigetafel stand es bereits 4:0 für den HSC Kreuzlingen. Nun gut, kann ja mal passieren, dachten die erneut lautstarken Endinger Fans auf der Tribüne und feuerten das Team mit Pauken und Sprechchören weiter an.

Nach 15 Minuten stand es dann 7:2 und in der 20. Minute bereits 10:3 für den Gegner. Die Fans rieben sich ungläubig die Augen ab den vielen technischen Fehlern, den vergebenen klaren Chancen und der bescheidenen Torhüterleistung.

Comeback von Nino Grzentic

Von irgendwoher brauchte es jetzt einen Ruck, eine zündende Idee. Zoltan Majeri nahm ein Time-out und versuchte, sein verunsichertes Team wieder zu sammeln und neu einzustellen. Nach seiner Handverletzung kam Nino Grzentic nun zum Comeback und zeigte gleich, warum er in den letzten Wochen auf dem Feld so vermisst wurde. Mit seinen Toren fand Handball Endingen wieder zu etwas mehr Selbstvertrauen und so konnte der Rückstand bis zur Pause auf vier Tore verkürzt werden.

Auch nach dem Pausentee versuchten die Endinger das Spiel wieder an sich zu reissen. Bis zur 40. Minute gelang es sogar bis auf zwei Tore heranzukommen.

Fehlerorgie verhindert ein positives Resultat

Anstatt den Schwung mitzunehmen, leisteten sich die Gäste einen Fehler nach dem anderen. Die solide, aber keinesfalls überragend spielenden Kreuzlinger setzen sich nach und nach ab und sicherten sich so die wichtigen zwei Punkte, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Handball Endingen blieb mit hängenden Köpfen und leeren Händen zurück und findet sich nun auf dem 6. Tabellenplatz wieder. Für die kommenden Spiele braucht es ein anderes Auftreten. Dass die Endinger auch anders können haben sie bereits mehrfach bewiesen. Die verletzten Spieler werden sich nach und nach zurückmelden und dem verunsicherten Team wieder mehr Stabilität verleihen. Es braucht jetzt Disziplin und Durchhaltewillen, um gemeinsam wieder erfolgreich zu sein.

Am nächsten Wochenende bestreiten die Endinger in Dagmersellen die nächste Mobiliar-Cup Runde gegen den STV Baden. (az)

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