Pandemie

Neun Corona-Fälle an Kanti Wettingen: Sieben infizierte Jugendliche spielen zusammen Musik

Auf dem gesamten Gelände der Kantonsschule Wettingen gilt ab sofort eine Maskenpflicht.

Auf dem gesamten Gelände der Kantonsschule Wettingen gilt ab sofort eine Maskenpflicht.

Den mit Corona infizierten Schülerinnen und Schülern gehe es den Umständen entsprechend gut, teilt der Kanton heute mit.

Neun Jugendliche von sieben Klassen der Kantonsschule Wettingen sind mit dem Coronavirus infiziert. Nach Recherchen dieser Zeitung hatte das Bildungsdepartement dies bestätigt. Am Donnerstag blieb die Zahl der Covid-19-Infektionen stabil.

Die betroffenen Schülerinnen und Schüler, 16 bis 20 Jahre alt, befinden sich alle zu Hause in Isolation. «Sie weisen leichte Symptome auf. Aber es geht ihnen den Umständen entsprechend gut», sagt Kantonsärztin Yvonne Hummel.

«Wir gehen von drei Ansteckungsquellen aus», führt Hummel weiter aus. Sieben der neun seien näher miteinander bekannt. «Sie spielen gemeinsam Musik. Bei den zwei anderen vermuten wir jeweils andere Ansteckungsquellen.»

Maskenpflicht gilt mindestens drei Wochen

Um weitere Ansteckungen unter den rund 1100 Schülerinnen und Schülern der 50 Klassen und den Lehrpersonen zu vermeiden, hat Kantonsärztin Yvonne Hummel gestern eine Maskenpflicht für das gesamte Schulareal verfügt. Diese gilt für mindestens drei Wochen.

Aufgrund der Abklärungen sei es nicht nötig, sämtliche Jugendlichen der betroffenen Klassen sowie ihre Lehrpersonen in die Quarantäne zu versetzen. Gemäss dem aktuellen Konzept werden auch nur jene auf Covid-19 getestet, die zumindest leichte Symptome zeigen.

49 Schülerinnen und Schüler sowie 40 weitere Kontaktpersonen, teilweise aus den Familien der Infizierten, mussten sich in eine zehntägige Quarantäne begeben. Lehrpersonen sind keine mit dem Coronavirus infiziert, wie Simone Strub, Sprecherin des Bildungsdepartements sagt.

Wie kam die Nachricht zu den Corona-Infektionen bei den Eltern an? «Sie reagieren mit einer gewissen Besorgnis», sagt Strub. «Für viele ist es das erste Mal, dass jemand im näheren Umfeld positiv getestet wird», sagt Strub. «Und sie sind dankbar, dass die Schule in den betroffenen Klassen sofort mit der Anordnung von Fernunterricht und einer Ausweitung der Maskenpflicht reagiert hat.»

Die ersten Corona-Meldungen erhielten das Contact Tracing Center sowie Rektor Paul Zübli am letzten Wochenende. Zübli ordnete daraufhin für die sieben betroffenen Klassen Fernunterricht an. Ihnen gehören 150 Schülerinnen und Schüler an. Laut Contact Tracing Center haben die Jugendlichen im Klassenunterricht die Abstände eingehalten sowie Masken getragen.

Ansteckungen wohl nicht im Klassenzimmer

Die Ansteckungen seien deshalb mit grosser Wahrscheinlichkeit ausserhalb der Klassenzimmer erfolgt. «Wir können aber nicht ausschliessen, dass es zu weiteren Ansteckungen auf dem Schulgelände gekommen ist, während der Pausen oder in den Gängen», sagt Kantonsärztin Yvonne Hummel. Der Kanton wird das Schutzkonzept der Kantonsschule Wettingen und dessen Umsetzung im Auftrag des kantonsärztlichen Dienstes überprüfen.

Seit der Präsenzunterricht an der Kantonsschule ab dem 8. Juni wieder eingeführt worden ist, werden zusätzliche Reinigungsmassnahmen umgesetzt. «Alle Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen sind zudem mit persönlichen, kleinen Desinfektionsmittelfläschchen ausgestattet», sagt Strub.

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Der Schulstart dieses Jahr verlief an den Aargauer Gymnasien alles andere als gewöhnlich. Gemäss der neuen Weisung des Kantons müssen Schülerinnen und Schüler im Schulzimmer eine Maske tragen, sobald nicht jedem Anwesenden 2,25 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

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