Baden
Neues Thermalbad: Aushub verzögert sich um Monate – es geht um Geld

Die Kostenofferte des Generalunternehmers ist für die Verenahof AG noch zu hoch – nur bei einer baldigen Einigung kann das neue Thermalbad im September 2019 eröffnet werden.

Carla Stampfli
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Derzeit wird der «Staadhof» (l.) abgerissen. ces

Derzeit wird der «Staadhof» (l.) abgerissen. ces

Carla Stampfli

Vor bald fünf Monaten sind die Abbrucharbeiten für das Botta-Bad im Bäderquartier gestartet. Heute ist das Gelände der Baufelder 1 und 2, die das «Römerbad», das Thermalbad, die «Trinkhalle» und den «Staadhof» umfassen, kaum wiederzuerkennen. Während das «Römerbad» und das Thermalbad bereits abgerissen wurden, sind die Bauarbeiter zurzeit daran, die «Trinkhalle» und den «Staadhof» rückzubauen. Zudem bereiten sie das Areal für den Aushub des neuen Thermalbades vor. Doch: Die Baugrube kann nicht wie ursprünglich vorgesehen ab Sommer ausgehoben werden, sondern voraussichtlich erst ab kommendem Herbst/Winter.

Neue Visualisierungen: So soll das neue Thermalbad Baden aussehen.
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Sauna.
Restaurant.
Innenansicht Badebereiche.
Schwimmbecken.
Aussenansicht.
Aussenansicht.
Aussenansicht.
Thermalbad Baden: So sieht das Botta-Bad von innen aus
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)
So soll das neue Thermalbad Baden aussehen. (Visualisierung)

Neue Visualisierungen: So soll das neue Thermalbad Baden aussehen.

zvg

«Wir müssen zuerst die budgetierten Investitionskosten erreichen», begründet Stephan Güntensperger, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Bäderquartier-Projekts, die Verzögerung. Mit anderen Worten: Die Kostenofferte des Generalunternehmers liegt noch zu hoch. Die HRS Real Estate AG wurde Ende April vom Lenkungsausschuss bestimmt und wird gemeinsam mit der Verenahof AG das neue Thermalbad sowie das Ärzte- und Wohnhaus realisieren.

«Die Baugrube für das neue Thermalbad kann erst ausgehoben werden, wenn die Kostenfindungsphase abgeschlossen ist. Und das braucht seine Zeit», erklärt Güntensperger. Dabei werde beispielsweise gemeinsam mit dem Architekten abgeklärt, ob es bei der Materialisierung oder generell beim Projekt Einsparungsmöglichkeiten gibt. Güntensperger ist positiv gestimmt, dass man die entsprechenden Vorgaben bis Ende August erreicht haben wird. «Die Detail-Planungsarbeiten werden in der Zwischenzeit fortgesetzt», betont er. Damit werde im Moment zugunsten der Kostensicherheit etwas mehr Zeit benötigt, die aber infolge der weitergeführten Detailplanung später kompensiert werden könne.

Im Herbst wird Terminplan konkret

Es ist vorgesehen, das das Thermalbad im September 2019 fertiggestellt wird. Doch kann der Fahrplan nun aufgrund der Verzögerung eingehalten werden? «Das können wir im Moment noch nicht sagen», sagt Güntensperger und fügt an: «Wir werden in den kommenden Monaten mit dem Generalunternehmer die Terminplanung finalisieren, sodass wir im Herbst über die konkreten Zeitpläne orientieren können.»

Werden die Aushubarbeiten für das neue Thermalbad einmal in Angriff genommen, können die Bauarbeiten für das Bäder-Projekt effektiv starten: Bislang waren die Arbeiter mit dem Abbruch und der Entsorgung des Baumaterials beschäftigt. So wurde erst das gesamte Gelände der Baufelder 1 und 2 dem Erdboden gleichgemacht. Die verschiedenen Gebäude wurden entrümpelt und die Altlasten im Auftrag der federführenden Birchmeier AG von einer Spezialfirma rückgebaut. Bei den problematischen Baustoffen handelte es sich um Asbest und um Fugenkitt, primär beim Thermalbad. Nach den Räumungsarbeiten konnten das «Römerbad» und das Thermalbad abgebrochen werden.

Ein letzter Blick in die Bäderhotels beim Thermalbad
9 Bilder
Quellfassung im Verenahof-Untergeschoss. Im Bäderquartier gibt es total 18 Quellen, aus denen 1 Million Wasser pro Tag fliessen.
Efeu kämpft sich ins Treppenhaus, der Boden ist bedeckt mit Staub und Schutt.

Ein letzter Blick in die Bäderhotels beim Thermalbad

Sandra Ardizzone

Knifflige Bauphase steht bevor

Derzeit steht mit dem Rückbau des «Staadhof» und der «Trinkhalle» eine knifflige Phase bevor: Die beiden Gebäude grenzen an das Wohn- und Praxishaus «Schweizerhof» am Kurplatz. Die Arbeiten verlangen in Bezug auf Erschütterungen Fingerspitzengefühl, sagt Stephan Güntensperger. Dafür sei im Vorfeld der Rückbauten an allen umliegenden Liegenschaften ein sogenanntes Rissprotokoll erstellt worden, das den Zustand der Gebäude vor dem Gebäudeabriss festhält. Man sei dafür besorgt, dass die Phase für die Betroffenen reibungslos verlaufe, so der Vorsitzende des Lenkungsausschusses.

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