Die Zivilschützer waren gefordert: Sie beseitigten Gerölllawinen, um in unwegsamem Gelände Wanderwege wiederherzustellen, sie bauten Stege über ein Moor sowie am Ufer des Lago Dosso. Für die Arbeiten am San Bernardino schlossen sich die Zivilschutzorganisationen Wettingen-Limmattal, Brugg Region und Region Lenzburg zusammen und stellten gemeinsam 85 Mann.

Gearbeitet wurde in der Regel tagsüber. Mitunter folgte eine spektakuläre Nachtübung: Die Pioniere durchkämmten den dunklen Gebirgswald auf der Suche nach «Vermissten» – eine Probe für den Ernstfall. Der Einsatzleiter, David Henzmann, zeigt sich hernach begeistert: «Unsere Leute erbrachten eine Wahnsinnsleistung.» Das Kommando spendierte nach dem 14-Stunden-Tag eine kalte Platte und ein Bier. Eine sozial wertvolle Zusammenarbeit, welche sich laut Führung auch positiv auf die Arbeitseffizienz auswirkte. Die Zivilschützer bilanzieren den WK wie die Führung durchweg positiv: «Touristen und Einheimische machten uns laufend Komplimente für die neuen Bauten», die Arbeit sei daher sehr dankbar, freut sich ein Soldat.

Der Zivilschutz nutzte für den Dienst im Gebirge Synergien mit der Schweizer Armee. Diese organisierte Lasten- und Mannschaftstransporte mit einem Super Puma. So war es den Pionieren bei gutem Wetter vergönnt, sich mittels Helikopter zu den weit abgelegenen Baustellen zu verschieben – sie ersparten sich den mehrstündigen Fussmarsch und nutzten die Zeit für die Arbeit vor Ort. Die Armeeangehörigen ihrerseits konnten damit Trainingsflüge absolvieren. Eine Woche am San Bernardino bedeutete eine Woche Leistung und Kooperation auf allen Ebenen. Die Verantwortlichen meinen: Fortsetzung folgt.(az)