Vor ein paar Jahren verlor Bellikon seinen Elternverein. Nun steht auch der Fasnachtsverein Übernäbelgucker, der die Belliker Fasnacht seit über 20 Jahren organisiert, vor einer ungewissen Zukunft. Wie das Organisationskomitee in der aktuellen «Berg-Post» schreibt, sei es dringend auf Nachwuchs angewiesen.

«Einige von uns haben ein gewisses Alter erreicht und werden kürzertreten», sagt OK-Mitglied Arno Baldinger auf Anfrage. «Bereits schlugen einige OK-Mitglieder vor, die ‹Übernäbelgucker› aufzulösen. Wir wären froh, würden sich junge Interessierte bei uns melden. Ansonsten droht dem Verein und somit der Belliker Fasnacht das Aus.» Doch das wolle man soweit es geht verhindern, sagt Baldinger, der aufgrund des Rücktritts der Präsidentin voraussichtlich das Amt neu übernehmen wird.

Man sei auf der Suche nach Mitgliedern, die Freude an der Fasnacht, am Wagenbauen sowie am Zusammensein hätten. «Uns geht es nicht um exzessive Partys ohne Grenzen, sondern wir wollen die Fasnacht organisieren und dabei Spass haben.»

Rund sechsmal pro Jahr treffen sich die «Übernäbelgucker» zu Sitzungen und zum Wagenbauen. Hinzu kommen das Dekorieren der Turnhalle für die Belliker Fasnacht und in der Fasnachtswoche die Teilnahme an verschiedenen Umzügen in der Region, etwa in Mellingen, Oberrohrdorf, Widen oder Stetten. «Der Aufwand ist überschaubar», sagt Baldinger.

Das Schöne bei den «Übernäbelguckern» sei nicht nur die gemeinsame Vorbereitung für die Fasnachtswoche, sondern auch die positiven Rückmeldungen zur dekorierten Turnhalle, zum Umzugswagen und zu den Kostümen.

«Das ist eine Genugtuung. Es wäre schade, wenn wir dies aufgrund fehlender Mitglieder missen müssten», sagt Arno Baldinger. Die «Übernäbelgucker» hoffen, dass sie die Fasnacht 2019 mit neuen Kräften durchführen können.