Dietikon

Mordfall Killwangen: Polizei kam mit Grossaufgebot zur Verhaftung des Verdächtigen

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Nachbarn schildern, wie die Polizei am Wohnort des Verdächtigen im Mordfall Killwangen auffuhr. TeleM1 stiess dort auch auf einen grauen Audi – dasselbe Modell suchte die Polizei mit einem Zeugenaufruf vor wenigen Wochen.

Izet C. (41), der mutmassliche Täter von Sadik R. (57) im Tötungsdelikt von Killwangen, wurde letzte Woche an seinem Wohnort in Dietikon verhaftet. Laut «Blick» handelt es sich um einen dreifachen Familienvater aus Dietikon. Ein Nachbar äussert sich nun gegenüber Tele M1 zum Polizeieinsatz: «Ganz viele zivile Beamte inklusive Hund waren unterwegs», schildert er das Grossaufgebot, mit dem die Polizei vor Ort war. «Sie durchsuchten hier die Garage und gingen im Treppenhaus rauf und runter. Wir haben gesehen, dass sie alle Personen mehr oder weniger einzeln mitgenommen haben, wahrscheinlich für eine Befragung.»

Ein weiterer Augenzeuge erzählt, dass die Ermittler praktisch den ganzen Morgen im Quartier unterwegs gewesen seien. «Sie sind überall durchgelaufen.»

Die Familie von Izet C., einem Handwerker, lebe zurückgezogen, man kennt sie im Quartier kaum, obwohl sie schon über zehn Jahre dort wohnt. Eine Nachbarin empfand den Tatverdächtigen immer als sehr distanziert: «Er hat nicht Grüezi gesagt.»

Tödliche Messerattacke in Killwangen

Tödliche Messerattacke in Killwangen (7. Mai 2019)

In der Nacht stach ein Unbekannter einen 57-jährigen Mann direkt vor seiner Haustüre nieder. Das Opfer erlagseinen Verletzungen im Spital.

Die Familie sei vor allem aufgrund ihrer Autos aufgefallen. Nachbarn haben öfters einen Maserati und auch einen Porsche Cayenne gesehen. Ein Auto war vermutlich auch einer der Schlüssel zur Verhaftung. So startete die Polizei einen Zeugenaufruf, mit dem sie nach einem grauen Audi fahndete. Als Tele M1 vor Ort in Dietikon war, fuhr die Frau des mutmasslichen Mörders mit dem gesuchten Auto davon.

Nun stellt sich die Frage: Haben Hinweise aus der Bevölkerung zum Audi zur Verhaftung von Izet C. geführt? Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt die Aargauer Staatsanwaltschaft keine Antwort zu diesen Vermutungen. Der Verdächtige bestreitet die Tat nach wie vor. Es gilt die Unschuldsvermutung. 

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