Baden
Mit Kraftwerkausbauten auf dem richtigen Energie-Weg

Die Regionalwerke AG Baden im Jahr von Fukushima: Das vergangene hydrologische Jahr bescherte der Regionalwerke AG infolge warmer Witterung einen kleineren Erdgas- und Wärme-Absatz. Der Stromabsatz blieb dagegen konstant.

Roman Huber
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Die schönen Erfolgszahlen liegen im Rahmen des Vorjahres. Die Werke verzeichneten keine gröberen Störungen, sagt Hugo Doessegger, der in Pension ging und den Platz als Geschäftsführer seinem Wunschkandidaten Christoph Umbricht, bisheriger Chef Abteilung Elektrizitätsversorgung, überliess.

Das Hauptereignis war in Japan

Die Ereignisse von Fukushima und deren politischen Folgen hätten dieses Geschäftsjahr geprägt, erklärt Doessegger. Den geplanten Ausstieg aus der Atomenergie bezeichnet er indes als überstürzt. Dies ist auch die einhellige Meinung des Verwaltungsrates, dessen Präsidentin Erica Peterhans erklärt: «Wir haben schmerzhaft erfahren, welche Risiken Atomkraftwerke in sich bergen können. Die Schweiz kann aber nicht mit Fukushima verglichen werden», womit sie die hohen Sicherheitsanforderungen meint, die hierzulande an ein Atomkraftwerk gestellt würden.

Zu 40 Prozent würde die Schweiz heute ihre elektrische Energie aus Atomkraftwerken beziehen. «Es bereitet mir Mühe, mich der neuen Energiepolitik zu öffnen, bevor mögliche Produktions- und Beschaffungsszenarien entwickelt worden sind», sagt Peterhans. Sie wünscht sich darum eine «Entschleunigung in der Energiepolitik, eine Standortaufnahme, die zu einer Rundumsicht führt».

Wasserkraft und Photovoltaik

Pragmatisch ist die Aussage von Markus Binder, Verwaltungsratspräsident der Limmatkraftwerke AG: «Der Entscheid, die bestehenden Kraftwerke auszubauen, hat sich im Licht der energiepolitischen Diskussionen nach Fukushima als absolut richtig erwiesen.» Der Bau von Dotierkraftwerken beim Kraftwerk Aue und Schiffmühle ist im vergangenen Jahr gestartet worden. Der Verwaltungsrat werde im laufenden Geschäftsjahr entscheiden, ob auch das Kraftwerk Turgi ausgebaut werde.

Die Regionalwerke haben generell ihre Anstrengungen bei den erneuerbaren Energien vorangetrieben. So ist auf dem Nordhaus am Bahnhof eine Photovoltaikanlage in Betrieb genommen worden, und nebst Aquae- gibt es neu auch Aquae-Solar- und -Combi-Strom. Die Energiefachstelle verstärkte ihre Beratungstätigkeit beim Bau von Hausbauten und -sanierungen wie bei der Erstellung von Energie-Anlagen. In verschiedenen Bereichen war die Regionalwerke AG für Dritte engagiert.

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