Freienwil/Baden
Mit ihren Acryl-Gemälden möchte sie den Menschen eine Freude bereiten

Claire Burger stellt im «Hope» bis Weihnachten 17 Acryl-Bilder aus. Preisschilder sucht man hingegen vergebens, denn die Gäste des Restaurants haben meist nicht viel Geld. Auch darum wollte die Künstlerin den Gästen damit eine Freude bereiten.

Ilona Scherer
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Claire Burgers Malereien werden im «Hope» ausgestellt.

Claire Burgers Malereien werden im «Hope» ausgestellt.

Sabrina Pugliatti

Ihre «Bilder in Acryl» bringen Farbe und Freude ins Begegnungszentrum «Hope» in Baden. Noch bis Weihnachten sind die Werke von Claire Burger dort zu bewundern. Ein Verkauf ist nicht oberstes Ziel.

Draussen wird es kälter und dunkler, doch im christlichen Sozialwerk «Hope» in Baden ist der Sommer geblieben. 17 Acryl-Bilder der Künstlerin Claire Burger verschönern das Restaurant im Begegnungszentrum an der Stadtturmstrasse 16. Seit über 30 Jahren erhalten hier Menschen, die in Notsituationen stecken oder Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags brauchen, unbürokratische Hilfe.

Inspiration holt sie in der Natur

Burgers Bilder im «Hope» heissen Seerosen, Sommerwiese, smaragdgrüne Bucht oder Morgenrot. «Wir freuen uns sehr, so schöne Werke bei uns zu haben», erklärt Monika Koch vom Leitungsteam.

Im Frühling hingen hier abstrakte Bilder, dann waren die Wände gar eine Woche leer, ehe die 74-jährige Künstlerin ihre Werke brachte und eigenhändig mit Monika Koch aufhängte.

«Die Leute reagierten sehr positiv auf das Gegenständliche, Farbenfrohe von Claires Bildern», freut sich die Leiterin des Wohnzentrums: «Viele sagen: ‹So gut könnten wir das nicht malen!›»

Bis Weihnachten läuft die Ausstellung von Claire Burger noch. Preisschilder sucht man an den Bildern jedoch vergebens. Die Menschen, die ins «Hope» kommen, haben meist nicht viel.

Das war auch der Künstlerin bewusst. «Mein Ziel ist es, den Menschen hier Freude zu bereiten – das ist ganz generell mein Ziel beim Malen», sagt die Freienwilerin, die ihre Leidenschaft vor 20 Jahren entdeckte und sich ihre Inspiration in der Natur holt.

Wer dennoch Interesse an einem ihrer Werke hat, darf dies beim Servierpersonal im (öffentlichen) Restaurant anmelden – und würde damit zwar nicht den anderen Gästen, aber sicher der Künstlerin eine grosse Freude bereiten.

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