Mellingen
Wasser ist das dominierende Thema an der Gmeind im Reussstädtli

Mellingen hat 2020 einen Ertragsüberschuss von über 2,5 Millionen Franken erzielt. Neben der Rechnung geht es an der Gemeindeversammlung um die Vision «Wasser 2035» und den Ausbau und die Erneuerung der Kläranlage.

Andreas Fretz
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Die Gemeindeversammlung stimmt über den Ausbau und die Erneuerung der ARA Mellingen ab.

Die Gemeindeversammlung stimmt über den Ausbau und die Erneuerung der ARA Mellingen ab.

Zvg

An der Gemeindeversammlung am Donnerstag in der Schulanlage Kleine Kreuzzelg kann der Mellinger Gemeinderat eine erfreuliche Rechnung 2020 präsentieren. Mit einem Ertragsüberschuss von 2,568 Millionen Franken schliesst sie wesentlich besser ab als erwartet. Budgetiert war ein Überschuss von 154'622 Franken.

Bei den Einkommens- und Vermögenssteuern wurde das Budget um 470'000 Franken übertroffen. Die gesamten Steuereinnahmen der Gemeinde inklusive AG-, Quellen- und Sondersteuern betragen rund 17 Millionen Franken. Das sind 2,7 Millionen mehr als budgetiert. Als Grund gibt die Gemeinde einen ausserordentlichen Einzelfall bei den Grundstückgewinnsteuern an. Die Auswirkungen der Coronapandemie belasteten das Ergebnis 2020 mit knapp 100'000 Franken.

«Wasser 2035» und ARA Mellingen

Weiter beantragt die Exekutive an der Gmeind die Mitgliedschaft Mellingens in der interkommunalen Anstalt Wasser 2035. Die Vision «Wasser 2035» sieht vor, die Wasserversorgungen im Bünztal und im Reusstal mit einer Ringleitung untereinander zu verbinden, um allen Beteiligten einen Anschluss an das ergiebige Grundwasservorkommen im Gebiet Länzert zu ermöglichen. Damit soll die Versorgung der Region mit Trinkwasser langfristig gesichert werden.

Zur Abstimmung kommen auch Ausbau und Erneuerung der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Mellingen. Am 24,4 Millionen Franken teuren Projekt beteiligen sich alle sieben Gemeinden aus dem Abwasserverband Region Mellingen. Der Vorstand des Abwasserverbandes hat zudem beschlossen, einen neuen, verursachergerechten Kostenteiler zu erarbeiten. Demnach kommen ab 2025 jährliche Kosten von 856'800 Franken auf Mellingen zu.

Drei Kreditabrechnungen

Weiter sind drei Kredit­abrechnungen traktandiert (Gesamtrevision Zonenplan und BNO, Sanierung Hauptplatz Kleine Kreuzzelg, Neubau Garderobengebäude). Gleichzeitig ist es die vorletzte Gemeindeversammlung mit Ammann Bruno Gretener (FDP) und Vizeammann René Furter (SVP). Die beiden hatten im Mai überraschend bekannt gegeben, nicht mehr zur Wahl anzutreten. Ob zu ihrem Ausscheiden Wortmeldungen aus dem Plenum kommen, bleibt abzuwarten.

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