Untersiggenthal

Maskenball Untersiggenthal 2020: Die letzte Telefonkabine gewinnt den ersten Preis

Gastgeberin für den traditionellen Untersiggenthaler Maskenball war bereits zum dritten Mal die Guggenformation „Räbefoniker“ - und auch dieses Jahr kamen viele der Ballbesucher wieder in originellen Kostümen.

Mächtig dröhnten die Trompeten mit dem Oldie-Song "You're The One That I Want" aus dem Musical „Grease“. Die Guggenformation „Opus C Voll“ aus Riniken war lautstark am Werk und liess die Wände der Halle erzittern. Und die Partyband „Alpenstarkstrom“ aus dem Bregenzerwald heizte die Stimmung zusätzlich an und lud zu Line-Dance Aktivitäten mit dem Titel „The Wanderer“. Der Maskenball war in vollem Gange. Bunt waren die Fasnächtler und bunt die Dekoration. Jedes Jahr würden neue Bilder von den eigenen Leuten gemalt, erklärte Räbefonikerin Manuela Keller nicht ohne Stolz.

Auch heuer tauchten wieder originelle Masken auf und buhlten um die Gunst der Jury. Eine Fasnächtlerin hüllte sich in eine Telefonkabine mit der Aufschrift „Baden ist reif fürs Museum – die letzte Telefonkabine des Landes“. An einem mitgeführten nostalgischen Wählscheibentelefon liess sie die Gäste eine Verbindung wählen. Aber oh weh - leider wieder Störung bei Swisscom. Die Maske erreichte den ersten Rang bei den Einzelmasken und den dritten Rang für die Unterhaltung.

Eine Paarmaske nannte sich „Casting Agentur“. Mit einem Fragebogen wandten sich die beiden Fasnächtler an beliebige Ballbesucherinnen und Ballbesucher und zeichneten gekonnt ihr Porträt. Die Jury prämierte die beiden mit dem ersten Preis für die Unterhaltung und mit dem dritten Preis der Gruppenmasken.

Nicht überraschend bekam auch Greta ihr Fett weg, Eine Gruppenmaske thematisierte Greta und die Klimajugend. Ein Schaf auf Rollen verkörperte ein „Rasenmäher-Modell Greta“. Auf einer Tafel war der schwedische Spruch „Skolstrejk för Klimatet“, deutsch „Schulstreik fürs Klima“, zu lesen. Die Gruppe erzielte den ersten Rang bei den Gruppenmasken und den zweiten Rang für die Unterhaltung.

Um Mitternacht war es dann so weit: Christian Keller, Tambourmajor der Räbefoniker, führte die Prämierung und Demaskierung durch. Danach nahm das närrische Treiben weiter seinen Lauf mit Guggenmusik und Katerfrühstück bis in die Morgenstunden.

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