An ihrem Parteitag in Nussbaumen hat die CVP des Bezirks Baden ihr Präsidium neu bestellt. Die Versammlung hat Marianne Binder-Keller, die ehemalige Kommunikationschefin der CVP Schweiz und Grossrätin aus Baden zur neuen Bezirksparteipräsidentin gewählt. Sie trat hiermit die Nachfolge von Grossrat Andreas Senn aus Würenlingen an. Binder, deren Namen schon im Rahmen der Diskussion um die Nachfolge des Kantonalpräsidiums gefallen war, tritt die Parteileitung auf Stufe Bezirks motiviert an: «Ich freue mich auf diese Aufgabe. Der Bezirk Baden spielt für die CVP eine zentrale Rolle. CVP-Politik ist für mich spektakulär. Wir müssen unsere Positionen nur vermehrt so platzieren, dass nicht wir uns die Zähne ausbeissen an den Maximalforderungen von links und rechts, sondern sie ihre Zähne an unsern Lösungen.»

Marianne Binder-Keller entstammt einer traditionellen CVP-Familie. Ihr Vater Anton Keller war langjähriger Nationalrat, Schwiegervater Julius Binder sass im Ständerat. Ehemann Andreas Binder gehörte erst dem Einwohnerrat von Baden und dann dem Grossen Rat an. Bereits ist Sohn Simon in die politischen Fussstapfen der Familienväter getreten; er wurde vor einem Monat als Co-Präsident der Stadtpartei der CVP gewählt.

Andreas Senn wird dem Parteivorstand noch erhalten bleiben. Neu im Parteivorstand Einsitz nimmt Thomas Strasky aus Nussbaumen. Gastreferent am Parteitag war Nationalrat Gerhard Pfister aus Zug, Mitglied des Präsidiums der CVP Schweiz und Wahlkampfleiter 2011. Er erläuterte im ersten Teil seines Referates seine Positionen zur Ecopop-Initiative, zum Bürgerrechtsgesetz und zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. Im anschliessenden Teil stellte er sich der Diskussion. Dabei thematisierte er die «wichtige Funktion der CVP im parlamentarischen Betrieb» und der nach seiner Meinung «staatstragenden Rolle der CVP für eine erfolgreiche Schweiz».