Armin Baumann, er ist der Gründer des KMU Swiss Forum, gelingt es immer wieder, prominente Redner nach Baden zu locken. Die rund 400 Gäste kamen auch dieses Jahr auf ihre Rechnung. So sprachen etwa Mascha Santschi, Rechtsanwältin und 2000 Vize-Miss-Schweiz, Fritz Zurbrügg, Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank, Wirtschaftsjournalistin Patrizia Laeri oder Korpskommandant Philippe Rebord. Letzter wusste mit seinem welschen, durchaus trockenen Humor das Publikum zu begeistern. Immer wieder hob er zum Loblied auf die Milizarmee an. «Für eine Berufsarmee muss man die Leute in den schlimmsten Quartieren rekrutieren.» Die Milizarmee hingegen profitiere von sehr gut ausgebildeten Personen.

Für Fritz Zurbrügg hingegen war es ein spezieller Auftritt, vermeldete die Nationalbank doch just am Donnerstagmorgen, dass sie vorläufig an den Negativzinsen festhalten wolle. Auf die Frage von Moderator Hugo Bigi, wie lange man denn noch mit tiefen Zinsen rechnen könne, wich Zurbrügg dann aber elegant aus. Aber mittelfristig stünden die Zeichen eher auf Inflation. Patrizia Laeri wollte von den Anwesenden wissen, wie digital sie unterwegs seien, um dann die Vorzüge der neuen Medien anzupreisen. So rekrutiere sie viele ihrer Praktikantinnen und Praktikanten über Instagram. Die weibliche Form ist an dieser Stelle wichtig, hat sich Laeri doch unter dem Hashtag «Aufbruch» dem Kampf für mehr Frauen in der Wirtschaft und vor allem in den Chefetagen verschrieben. Ein Blick in den Saal wird ihr gezeigt haben, dass dies noch ein langer Weg sein dürfte.

Schwieriges Karriereende

Das Nachmittagprogramm eröffneten dann drei Ski-Exponenten. Angekündigt waren Urs Lehmann, Präsident Swiss Ski, und der ehemalige Abfahrts-Weltmeister Bruno Kernen plus ein Überraschungsgast. Es war dies Marco Odermatt, der als ehemaliger Junioren-Weltmeister letzte Saison den Sprung auf die grosse Bühne geschafft hatte.

«Für den Traum vom Gesamtweltcup muss ich noch viel trainieren»: Skirennfahrer Marco Odermatt im Interview

«Für den Traum vom Gesamtweltcup muss ich noch viel trainieren»: Skirennfahrer Marco Odermatt im Interview.

  

Lehmann schilderte, wie es ihm gelang, Swiss Ski in den letzten 13 Jahren wieder auf die Erfolgsspur zu führen. Es ging im Gespräch aber auch darum, wie der einzelne Sportler seine Karriere vorantreiben kann. Bruno Kernen schilderte eindrücklich, wie schwer es ist, mit dem Spitzensport aufzuhören. «Von einem Tag auf den anderen bist du auf dich alleine gestellt. Ich hatte seit meinem Rücktritt auch einige sehr schwierige Phasen.» Er hätte sich gewünscht, wenn der Verband ihn beim Übertritt ins Berufsleben mehr unterstützt hätte.» Zum Schluss meinte Odermatt auf die Frage, ob er mit der grossen Erwartungshaltung umgehen könne, erfrischend: «Ja, es ist schön, wenn man mir viel zutraut. Ich weiss, dass ich noch viel Arbeit vor mir habe.»

Den Abschluss des KMU Swiss Forum bildete wie immer der Marktplatz, zu dem Stadtammann Markus Schneider die Gäste begrüsste.