Die Liste der BDP Aargau für die Nationalratswahlen im Oktober trägt auf Platz drei seinen Namen: Lukas Wopmann. Der 34-jährige Würenloser ist in der Ostaargauer Gemeinde im Gemeinderat unter anderem für die Finanzen und die Sicherheit zuständig. Er sitzt seit fünf Jahren im Gremium. Zuvor war Wopmann im Grossen Rat, trat jedoch aus organisatorischen Gründen 2014, als er in den Gemeinderat gewählt wurde, auf kantonaler Ebene zurück. Nun soll mit der Wahl in den Nationalrat das nächste politische Kapitel folgen. Zur Kandidatur bewogen hat Wopmann die Möglichkeit, mitreden zu können: «Unsere BDP-Politik braucht es als vernünftige Mittellösung, zudem möchte ich mich selber einbringen können in die Zukunftsgestaltung unseres Landes.»

Mit dem Stichwort Zukunft ist für Wopmann auch der Begriff Sicherheit eng verbunden. «Wir müssen uns sicher fühlen und diesen Standard, wenn möglich, auch halten. In Ländern mit weniger Sicherheit bricht die Wirtschaft zusammen, der Wohlstand leidet, um nur zwei Folgen von Unsicherheit zu nennen.» Auch gegen Überregulierung will Wopmann ankämpfen: «Zu viele Gesetze sind meiner Meinung nach kontraproduktiv für die Entwicklung der Schweiz.» Dabei denke er an Öffnungszeiten der Flughäfen, wo die Schweiz im internationalen Vergleich hinterherhinke.

Einige asiatische Flughäfen würden beispielsweise 24 Stunden betrieben. Vor gut zwei Jahren wurde Wopmann erneut in den Gemeinderat von Würenlos gewählt. Das habe vermutlich auch mit seiner Auffassung zu tun, wie man dieses Amt ausüben könne, so Wopmann: «Wichtig ist in erster Linie der direkte Kontakt zu den Einwohnern. Man redet mit den Leuten, geht auf ihre Anliegen und Sorgen ein. Volksnähe ist mitentscheidend für politischen Erfolg auf diesem Niveau.» Eine Eigenschaft, die womöglich auch auf nationaler Politebene von Vorteil ist.

David tritt gegen Goliath an

Für die Nationalratswahlen sieht sich Wopmann aber als Aussenseiter. «Unseren Sitz hat aktuell Bernhard Guhl inne. Vermutlich werde ich Ihn bei der Wahl nicht verdrängen können, alles andere wäre eine Überraschung.» Und deshalb schielt Wopmann in die Zukunft. «Mein Ziel ist es in erster Linie, durch meine Kandidatur bekannter zu werden, um bei den nächsten Wahlen in vier Jahren die Gunst der Wähler zu erhalten.»

Wopmann ist engagiert. Neben einem Masterstudium in Aviation Management und dem Amt als Gemeinderat ist er bei Swissport am Flughafen Zürich angestellt. Die Firma ist die weltgrösste Servicegesellschaft für Fluggesellschaften und Flughäfen. Um dem Alltag zu entfliehen, spielt Wopmann in Theaterstücken mit oder sucht auf Reisen das Weite, wenn es die Zeit zulässt.

Die AZ porträtiert in unregelmässigen Abständen Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen am 19. Oktober 2019.