Es ist die geografische und topografische Lage, wo die Limmat die Jurakette durchbrochen und eine Klussituation geschaffen hatte, die überhaupt Baden an diesem strategisch wichtigen Ort entstehen liess. Nebst den Thermalquellen sind es die Verbindungen zu Wasser und zu Land, die diese enge Klus so attraktiv machte. So konnte man für den Weg zu Wasser oder über die Brücke Zölle erheben.

Dadurch wurde Baden zu einem Markt- und Handelsplatz. Zwar wurden im 19. Jahrhundert die Strassen verbessert und Schienenwege gebaut, doch mit der Zunahme des motorisierten Verkehrs auf der Strasse wurde die Situation immer problematischer.

Der wachsende Verkehr zur Schiene und auf der Strasse führte dazu, dass die Barrieren beidseits des Schlossberges vermehrt geschlossen waren und den Verkehr blockierten. Zudem war die Verkehrsführung nach Wettingen über die Holzbrücke sehr ungünstig. 1914 tauchten die ersten Baupläne für eine neue Brücke auf. Doch bis zum Bau der Hochbrücke dauerte es noch 10 Jahre.

1926 war der Brückenschlag (Foto rechts) vollendet. Doch damit intensivierte sich der Verkehrstrom über die Limmat nach Baden stetig. Vor allem die Situation in der oberen Altstadt sowie in der Innenstadt wurde kritisiert. Die beiden Niveauübergange der Bahn ab der Bruggerstrasse sowie auf dem Schulhausplatz sollten dabei beseitigt werden. So schrieb der Stadtrat schon im Jahr 1929 einen Wettbewerb aus.

Erneute Bemühungen kamen von der kantonalen Baudirektion im Jahre 1942. Der Durchgangsverkehr hätte über einen Schlossbergtunnel, dann über eine Brücke beim Schadenmühleplatz in einen Kreuzliberg-Tunnel und dann Richtung Zürich geführt werden sollen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt binnen kurzer Zeit. Die Lösung der Verkehrsprobleme wurde zum Seilziehen zwischen der aargauischen Baudirektion (Billigvariante) und der Stadt Baden (kleine Bahnverlegung). Schliesslich fiel im Jahr 1955 der Entscheid zugunsten der Stadt Baden.