AZ-Leserin Jasmin Weber aus Zufikon staunte heute Morgen nicht schlecht: «In Fislisbach stand der Verkehr still, weil Rinder auf den Strassen herumliefen. Nicht schön hintereinander, sondern quer durch das ganze Dorf.»

Die Autofahrer staunten und lachten ab der ungewöhnlichen Situation. Sie sei zum nächsten Hof gefahren und habe den Bauern informiert. «Wie sich herausstellte, waren es aber gar nicht seine Rinder – er weiss aber, wem die Tiere gehören und hat mit dem Besitzer telefoniert», berichtet Weber.

Die Tiere gehören Bauer Anton Peterhans. «Die Verriegelung des Stalltors wurde geöffnet – ein Lausbubenstreich», erklärt er. Um 6.45 Uhr habe sein Junior Daniel Peterhans gesehen, dass die Kühe noch drin waren. «Wenn jemand das Tor öffnen, merken sie das schnell und gehen raus, deshalb haben wir feste Zaunbauten. Aber wenn jemand das Tor öffnet, was will man da machen?»

Fislisbach: 23 Rinder spazieren durch das Dorf und legen den Verkehr lahm

«Die Autofahrer und Passanten haben sich zum Glück gut verhalten»

Junior-Landwirt Daniel Peterhans im Interview mit Tele M1.

Die 23 Tiere – von insgesamt 40 Kühen und 40 Rindern oder Kälbern – und waren innerhalb von etwa 20 Minuten wieder eingefangen. «Es ist eine homogene Herde, wenn die Leittiere vorauslaufen, dann kommen die anderen hinterher», erklärt der Bauer.

Es war bereits das dritte Mal, dass jemand die Tiere freigelassen hat, das letzte Mal ist vier Jahre her. «Es ist ärgerlich, aber zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Die Tiere haben wohl ein paar Salatköpfe niedergetrampelt, sonst ist wohl kein grosser Schaden entstanden.» 

Auch die Tiere haben ihren Ausflug unbeschadet überstanden – sie konnten bereits am Vormittag wieder auf die Weide.