Wettingen

Kulturmeilen-Fest zeigt: Im Quartier hat es eine geballte Ladung Kreativität

Die Gesichter hinter dem Kulturmeilen-Fest: Rudolf Velhagen (l.) und Hansueli Trüb mit Gemeinderätin Antoinette Eckert.Ursula Burgherr

Die Gesichter hinter dem Kulturmeilen-Fest: Rudolf Velhagen (l.) und Hansueli Trüb mit Gemeinderätin Antoinette Eckert.Ursula Burgherr

Das Kulturmeilen-Fest 2015 zeigt die einzigartige Dichte von Kunstschaffenden im Bifang-Quartier. Vom Figurentheater Wettingen bis zu zwei Bildhauern hat es ein breit gefächertes Angebot an unterschiedlicher Kunst.

Buntes Herbstlaub schmückt die Dorf- und Bifangstrasse in Wettingen und verleiht dem Quartier ein magisches Flair. Wohl nirgendwo in der Schweiz reihen sich so viele Kunst- und Kulturbetriebe aneinander wie in diesem idyllischen und stimmungsvollen Ortsteil.

An der Dorfstrasse 33 hat Plastiker und Maler Peter Cesco sein Atelier. Ein paar Schritte weiter, im markanten Riegelbau an der Bifangstrasse 1, findet man die Galerie Gluri-Suter-Huus und das Figurentheater Wettingen.

Nur einen Steinwurf davon entfernt befinden sich das Atelier von Walter Huser und das Museum Eduard Spörri. Die beiden Bildhauer schufen Werke, die noch heute, lange über ihren Tod hinaus, bewundert werden.

Nach dem erfolgreichen 40-Jahre-Jubiläum der Galerie Gluri-Suter-Huus unter dem Motto «Kunst isst Wurst» 2012, soll am Wochenende vom 24. und 25. Oktober 2015 nun ein weiteres grosses Fest steigen, an dem die Türen all dieser Kulturbetriebe offenstehen – und dazu noch zahlreiche Supplements geboten werden.

Erklärtes Ziel der Drahtzieher Hansueli Trüb und Rudolf Velhagen: «Wir wollen zeigen, dass Kunst nicht elitär zu sein braucht. Es geht bei dem Fest deshalb darum, Schwellenängste abzubauen.

Wir möchten uns daher vor allem auch an Familien mit Kindern richten, die sonst eher seltene Galerien- und Museumsbesucher sind.» So wird im Gluri-Suter-Huus nicht nur die neue Ausstellung «Tauchen 4» der Videokünstler Christine Camenisch und Johannes Fetsch eröffnet, sondern auch Sven Mathiasens Puppentheater «Das Gold des Hasen» präsentiert.

Zudem gibt es Workshops für Kinder mit Puppenmacherin Barbara Winzer. Gross und Klein können sich mit einem raffiniert gestalteten Leporello auf Rundtour durch die Kulturmeile begeben und, wenn sie ein paar einfache Fragen beantworten, schöne Preise gewinnen.

Fest soll feste Instanz werden

Im ehemaligen Schulhaus am Lindenplatz im Unterdorf heisst es «Open Space» für die Wettinger Kunstschaffenden Maria Brühlmeier-Baumgartner (Glaskunst), Jeannette Hasler-Gobbi (Malereien), Erika Herren (Papierskulpturen), Vera Käufeler (Malereien), Alain Schartner (Kugelbahnen) und Barbara Winzer (Figuren).

Sie haben alle einen Raum zur Verfügung, um ihn mit ihren Werken auszugestalten. Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl in einem speziellen Catering-Zelt gesorgt.

«Wir stiessen mit unserem Projekt überall auf offene Ohren», freut sich Gemeinderätin Antoinette Eckert. Die Ortsbürger Wettingen haben 5000 Franken für den Event beigesteuert.

Ab dato soll das Kulturmeilen-Fest alle zwei Jahre über die Bühne gehen und zur festen Instanz werden. Schilder weisen am Festwochenende zu den verschiedenen Örtlichkeiten hin.

Das Kulturmeilen-Fest soll besonders auch für Leute, die diese Gegend nicht kennen, zu einer kulturellen Entdeckungsreise werden und dem Quartier die Beachtung bringen, die es verdient.

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