az-Wanderung

Königsetappe: Beim Bergpreis wurden die Wanderer verregnet

50 Wandererprobte wagten sich auf die schwierigste az-Wandertour von Würenlos nach Niederweningen. Doch im Kanton Zürich fiel der Badeplausch buchstäblich ins Wasser.

Die dunklen Regenwolken schienen gestern um 9 Uhr in Würenlos noch weit weg. Gemeindeammann Hans Ulrich Reber wünschte der Wanderschar jedenfalls, dass es so bleiben möge und gestand, dass er froh sei, die happige Etappe über die Lägern nicht mitmachen zu müssen. Es waren vor allem wandererprobte Leute, die unter kundiger Leitung von Max Schmid (Landschaftsführer Jurapark Aargau) den Aufstieg antraten.

Mit frischer Kraft voraus

Erst ging es darum, Energie zu tanken. In der Grotte des Emma-Kunz-Zentrums suchte man den persönlichen Kraftort. Dann marschierte Schmid auf der Lägernroute 2 los. Trotz massvollem und regelmässigem Tempodiktat war es für die Wanderschar – der älteste war 82 – ein schweisstreibender Aufstieg. Thomas Röthlin, Projektleiter az-Wandern, zeigte sich beeindruckt von der Wanderdisziplin. Erst auf dem letzten Steilstück unter dem Burghorn zog sich das Feld etwas auseinander.

Der Aufstieg führte von 421 (Würenlos Bahnhof) auf 859 Meter über Meer, aufs Burghorn der Lägern, das drei Meter höher liegt als die Hochwacht. Den steilen rutschigen Pfad meisterten alle souverän. Der Ehrendinger Gemeindeammann Renato Sinelli hätte oben gerne das Panorama erklärt, was ihm die Regenwolken verunmöglichten. Dafür durften die ersten Gipfelstürmer sich an seinem (gekühlten!) Gipfelwein gütlich tun.

Mit schweissnassen Shirts oben angelangt, blieb nur wenig Zeit, sich dann gegen den einsetzenden Regen zu schützen. Der Abstieg erfolgte mit Pellerine oder Schirm bewaffnet.

Jetzt ging es in den Kanton Zürich. In Niederweningen fiel der Badeplausch buchstäblich ins Wasser. Der herzliche Empfang von Gemeindepräsidentin Andrea Weber Allenspach entschädigte die Ankömmlinge, die im Gemeindesaal bestens bewirtet wurden. Weber freute sich, ihren ehemaligen Kantilehrer-Kollegen Patrik Müller (Chefredaktor «Der Sonntag») unter den Wanderern zu entdecken. Frisch gestärkt besuchten einige noch das Mammutmuseum.

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