Kampf um den Kindergarten Buech 1 in Würenlos

Kampf um den Kindergarten Buech 1 in Würenlos

«Würenlos braucht diesen Kindergarten», sagt Martin Brogle. Er und Yvonne Zehnder-Ernst haben die «IG Chindsgi Buech 1» lanciert. Inzwischen zählt sie rund 40 Mitglieder. «Sie alle setzen sich dafür ein, dass der 50 Jahre alte Quartierkindergarten saniert und ausgebaut wird», sagt Zehnder (siehe Text rechts).

«Bereits nach dem knappen Entscheid der Gemeinde haben wir erste Gespräche geführt», sagt Zehnder. Als das Referendum gegen den Baukredit zustande kam, wurde die IG aus der Taufe gehoben. «Unterstützt werden wir von vielen Eltern und Grosseltern, die den Kindergarten kennen», sagt Brogle.

Zehnder ergänzt: «Personen aus ganz Würenlos stehen hinter der IG.» Die beiden sind auch emotionell mit dem Kindergarten verbunden, haben sie ihn doch selber besucht.

«Um das Wohl der Kinder»

Parteipolitisch ist die IG nicht gebunden. «Wir stehen mit einigen Parteien in Kontakt», sagt Brogle, der selber Mitglied der Schulpflege ist. Der Spargedanke dürfe hier, so die IG, nicht im Vordergrund stehen. Es gehe um das Wohl der Kinder. Der Kindergarten ist klein, er entspricht nicht mehr den Empfehlungen des Kantons.

Was aber noch viel gravierender ist, er ist praktisch nicht isoliert. «Für Kinder und Lehrperson ist es im Winter sehr unangenehm», sagt Brogle. «Wenn wir deshalb keine Lehrpersonen mehr finden, müssen wir den Kindergarten schliessen.»

Unbestritten ist, dass es hier zwei Kindergärten braucht. Das Einzugsgebiet umfasst das ganze Buech-Quartier und reicht bis an die Limmat. Würde einer geschlossen, müssten die Kinder verlegt werden. Auch dies ist nicht einfach, denn sowohl die Kindergärten Buech 2 wie Rosengarten sind bereits voll belegt. Die Kinder müssten folglich in den Kindergarten Feld bei der Schulanlage verlegt werden oder die Gemeinde müsste ein Provisorium erstellen.