Turgi

Keine Steuerfusserhöhung vorgesehen, trotz roter Zahlen

Adrian Schoop, Gemeindeammann von Turgi, ist für eine Fusion.

Die finanzielle Situation ist herausfordernd aber stabiler als auch schon. Finanziell gut dazustehen hilft sicher bei einer Fusion, welche vom Gemeinderat angestrebt wird.

Für das Jahr 2020 präsentiert der Gemeinderat ein Budget mit einem Aufwandüberschuss von rund 200 000 Franken, bei gleichbleibendem Steuerfuss von 113 Prozent. Einmalige Ausgaben und Sondereffekte wie zum Beispiel Sanierungsarbeiten an den Schul- und Verwaltungsliegenschaften, die Umsetzung des Lehrplanes 21 sowie erhöhte Kosten für den Bereich Sonderschulung werden das Budget 2020 erheblich prägen, heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderates.

Dank eines positiven Finanzierungsergebnisses und einer Entnahme aus der Aufwertungsreserve könne der Aufwandüberschuss jedoch tief gehalten werden.

Finanzielle Situation «herausfordernd»

Der Gemeinderat schreibt weiter, er habe sich im laufenden Jahr intensiv mit der herausfordernden finanziellen Situation der Gemeinde auseinandergesetzt. Auch die Finanzkommission anerkenne diese Bemühungen und habe das vorgeschlagene Budget mit gleichbleibendem Steuerfuss genehmigt. Bei den Steuereinnahmen der natürlichen Personen rechnet die Gemeinde für 2020 mit einem Mehrertrag von rund 300 000 Franken. Bei den Quellensteuern wird mit einem grösseren Rückgang gerechnet. Die Sondersteuern bleiben praktisch unverändert.

Die Finanzen Turgis interessieren über die Dorfgrenzen hinaus, weil die Gemeinde einen Zusammenschluss mit der Stadt Baden anstrebt. «Finanziell gut dazustehen, ist meines Erachtens eine wichtige Voraussetzung dafür, dass eine Partnergemeinde einem Zusammenschluss zustimmen würde», sagte Gemeindeammann Adrian Schoop schon mehrfach. Noch sei es zu früh, zu behaupten, Turgi sei finanziell saniert. «Aber wir sind stabil und auf gutem Weg. Und wir dürfen sicher von uns behaupten, dass wir ein gesunder Partner für eine Fusion wären.»

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