Coronakrise

Kampf um Schutzmasken: Auch Aargauer Spitex musste kreativ werden

Nicht nur für Spitäler ist das Coronavirus eine grosse Herausforderung. Auch die Spitex, welche kranke Menschen ambulant zu Hause behandelt, kämpft um genügend Schutzmasken und Desinfektionsmittel, um ihre Mitarbeitenden angemessen zu schützen.

Die Spitex Heiterberg in Fislisbach steht mit der Coronakrise vor einer grossen Herausforderung. «In dieser Ausnahmesituation ist es unser Ziel, die Betreuung unserer Klientinnen und Klienten in gewohnter Qualität so lange wie möglich zu gewährleisten», so Lukas Fus, Präsident des Vorstands der Spitex Heitersberg am Mittwoch in einer Medienmitteilung.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, steht der Schutz der Mitarbeitenden an erster Stelle. Dafür sind gerade bei einem hochansteckenden Virus wie Covid-19 Schutzmasken und Desinfektionsmittel zentral.

Doch genau hier haperte es zu Anfang: «Die Suche nach ausreichend Hygienemasken und Desinfektionsmittel gestaltete sich lange Zeit äusserst schwierig und führte anfänglich auch über die Kantonsgrenzen hinaus», erklärt Geschäftsführer Bircan Gültekin in der Medienmitteilung. Unterstützung fand die Spitex dann über ihr regionales Netzwerk bei ihren Partnergemeinden und auch bei regionalen Unternehmen. So verfügt sie nun wieder über ausreichend Schutzmaterial.

Die digitale Gedankenstütze

Der momentane Ausnahmezustand verlangt den Mitarbeitenden der Spitex Heiterberg sehr viel ab. Schliesslich gilt es, ihre alltägliche Arbeit wie die individuelle Pflege bei den Klientinnen und Klienten zu Hause aber auch Beratungsgespräche weiterzuführen. Hinzu kommen allerdings die vom Bund und Kanton verordneten Hygienemassnahmen, welche die Arbeit zusätzlich verkomplizieren. 

Die Unterstützung findet sich hier in Form eines Tablets. Neben Messgeräten für Blutdruck und -zucker, Schutzmasken und Desinfektionsmittel, führt jede Mitarbeiterin ein solches mit sich. Mit diesem Tablet «lassen sich sämtliche relevanten Patienteninformationen sowie die aktuellen Hygieneanweisungen schnell und bequem abrufen und auch Besprechungen per Video durchführen. Damit wird das Risiko einer Infektion durch einen direkten Kontakt vermieden», schreibt die Spitex in ihrer Mitteilung. (mma)

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