Wie sieht die Bilanz sechs Monate nach der Neueröffnung aus? «Der Weg war steinig, die Gründung der Genossenschaft und der Kauf des Trudelhauses sowie die Renovationsarbeiten bedeuteten sehr viel Arbeit», sagt Rolf Wagner, Genossenschaftspräsident des Trudelhauses.

«Jetzt müssen wir das Haus mit Inhalten füllen, damit es zum Treffpunkt wird», ergänzt Markus Widmer, Initiant der IG Trudelhaus. Und Melanie Borter, administrative Leiterin der Genossenschaft, fügt an: «Innere Pflege ist jetzt angesagt.» Der Vorstand will den Genossenschaftern die Wertschätzung für ihre Mithilfe zeigen, damit sie sich mit dem Trudelhaus identifizieren können.

Raum für Kultur

Die Genossenschaft hat schon viel erreicht – Rolf Wagner, der Präsident, bringt es auf den Punkt: «Wir haben einen Ausstellungsraum, der funktioniert, und die Beiz läuft ebenfalls erfolgreich.»

Eine Ad-hoc-Gruppe kümmert sich nun um die Kultur im Trudelhaus – die Anlässe sollen eine Durchmischung der Räume bringen: «Das heisst», sagt Melanie Borter schmunzelnd, «wer in das Restaurant geht, muss auch Bilder anschauen, und wer an eine Lesung im Trudelhaus geht, soll auch gleich noch etwas essen.»

Markus Widmer und Steffi Kessler gründeten Mitte 2011 die IG Trudelhaus, die das Haus als Kulturort erhalten wollte (die az berichtete). «Als wir eine Genossenschaft gründen wollten, um das Haus zu kaufen, kamen wir schnell an unsere Grenzen mit dem Papierkram und all diesen Statuten», sagt Markus Widmer. Sie holten Adrian Rehmann und Rolf Wagner ins Boot, Letzterer ist Präsident der wogeno Aargau – einer Wohngenossenschaft, die gemeinschaftliches und preisgünstiges Wohnen fördert. Wagner: «Eine Genossenschaft ist gut, wenn viele etwas wollen, aber alleine nicht genug Geld haben.» Sie sei eine demokratische Organisation, bei der jede Stimme gleich viel zähle, egal wie viel Geld hineingegeben wurde.

Genossenschafter gesucht

Aktuell gehören der Genossenschaft 168 Personen an, die meisten beteiligten sich mit je 2000 Franken am Kauf des Trudelhauses, ein paar steckten auch mehr rein. Widmer: «Wir suchen nach wie vor Genossenschafter.» Denn nach dem Kauf im Frühling 2012 mussten dringendste Renovationen für rund 300000 Franken ausgeführt werden. Rolf Wagner: «Der Renovationsbedarf ist immer noch gross.»

Kultur im Trudelhaus

«Lotti im Trudi»: Fr, 30. November, ab 19 Uhr. Ein Lottoabend der anderen Art. reservation@glueckseeligkeit.ch

«PowerPoint-Karaoke»: Fr, 21. Dezember, ab 19 Uhr.