Die Kirche in Turgi wird abgerissen und neu gebaut: Dieser Entscheid wurde an einer ausserordentlichen Kirchengemeindeversammlung beschlossen. Damit sind die Stimmberechtigten dem Antrag der Kirchenpflege gefolgt.

Gegen diese Pläne hatte es Widerstand gegeben: Ein zweiter Vorschlag eines Architekten sah vor, die Kirche zu sanieren. Die Kirche sei ein schützenswertes Objekt und ein wichtiges Element im Ortsbild der Gemeinde Turgi.

Die reformierte Kirche in Turgi wäre sanierungsbedürftig: Kirche und Pfarrhaus befinden sich in einem schlechten Zustand. Probleme gibt es insbesondere mit der Bausubstanz und der Isolation. Die Sanierungskosten würden sich auf rund 3 Millionen Franken belaufen, so die Kirchenpflege.

In einer ersten Abstimmung erhielt der Antrag der Kirchenpflege 82 Ja-Stimmen, der Sanierungs-Antrag 42 Stimmen. Danach bekräftigten  die Stimmberechtigten mit 77 Ja zu 36 Nein-Stimmen den Entscheid zum Abriss.

Es gibt einen Architekturwettbewerb

Die reformierte Kirche wurde 1960 gebaut. Nun kommt es zu einem Architekturwettbewerb. Vorgesehen ist, neben dem Neubau der sakralen Räume für rund 2,4 Millionen Franken auch noch Alterswohnungen für rund 3,8 Millionen Franken zu bauen.

Vorgesehen ist, dass die Kosten für die Wohnungen aus der Pensionskasse der reformierten Landeskirche bezahlt wird.

«Die Diskussionen an der Versammlung waren sehr emotional. Ich habe Verständnis dafür, dass es Menschen gibt, denen diese Kirche viel bedeutet. Ich bin aber überzeugt, dass unser Projekt eine hervorragende Lösung darstellt», sagt Kirchenpflegepräsident Albert Lehmann.

Ziel sei es, die Kirche bis in den Jahren 2015 oder 2016 fertigzustellen, sagt Lehmann.

«Wir sind uns aber bewusst, dass es zu Einsprachen kommen und das und das Projekt verzögert werden könnte. Aber ich hoffe, dass der Entscheid der Versammlung akzeptiert wird und es nicht zu Grabenkämpfen kommt, so emotional das Thema auch ist.» (PKR)