Wettingen

Japanisches Feuerfest im ehemaligen Mexikaner an der Schartenstrasse

Christian Schneitter und sein Team empfangen die Gäste im «Kasai» in einem japanischen Ambiente.

Christian Schneitter und sein Team empfangen die Gäste im «Kasai» in einem japanischen Ambiente.

In Wettingen eröffnet mit dem Kasai ein neues Restaurant. Die Inhaber sind bekannte Gesichter aus der Gastroszene. Was dort geboten wird, sei Erlebnisgastronomie, sagt der Geschäftsführer.

Im einstigen «Tex Mex» an der Wettinger Schartenstrasse ist wieder Leben eingekehrt. In den Räumlichkeiten des beschaulichen Schlösschens eröffnete gestern das Restaurant Kasai. Der Name setzt sich aus den japanischen Wörtern Ka (Feuer) und Sai (Fest) zusammen. «Mit seiner authentischen Art ist es das erste original japanische Barbecue der Schweiz», sagt Mitinhaber und Geschäftsführer Christian Schneitter.

Im Tisch eingelassene Grillroste ermöglichen es den Gästen, die gereichten Zutaten selbst zu grillieren. Die frischen Fleisch-, Fisch-, Meeresfrüchte- und Gemüsevariationen werden mundgerecht portioniert an den Tisch gebracht. Die Technik ermöglicht ein schonendes, nährstofferhaltendes und fettarmes Garen.

Hinter dem Konzept steckt ein Trio, das sich in der hiesigen Gastrolandschaft bereits einen Namen gemacht hat. Nebst Schneitter sind dies Tobias Koller und Peter Albiez. Sie stehen etwa für das Restaurant Torre oder die Bar Laden 5 in Baden. Nun geht das Dreier-Gespann mit der Lancierung des «Kasai» in die nächste Runde.

Grillstationen via Skype in Japan bestellt

Im vergangenen Herbst haben die Umbauarbeiten begonnen. Dabei habe man ein spezielles Augenmerk auf ein japanisches Ambiente gelegt. Im Lokal, das rund 50 Personen Platz bietet, sitzt man nicht auf Stühlen, sondern auf einem Podium. Die Grillstationen wurden nach einer nächtlichen Skype-Konferenz samt Dolmetscherin in Japan bestellt.

Was im «Kasai» geboten wird, sei Erlebnisgastronomie, sagt der 34-jährige Schneitter. Entdeckt hatte das Konzept Tobias Koller auf einer Reise in Singapur. Sofort schickte er seinen Freunden Fotos. Später besuchte und testete das Trio ein Restaurant in Düsseldorf, das ein ähnliches Konzept verfolgt. «Entdeckt in Singapur, getestet in Düsseldorf, realisiert in Wettingen», fasst Schneitter die Entstehungsgeschichte des «Kasai» zusammen.

«Grundsätzlich möchten wir möglichst viele Produkte aus der Region servieren», sagt der Wettinger. Ob auch japanische Delikatessen wie etwa Kobe-Rind ins Angebot aufgenommen werden, soll die Nachfrage der Kunden zeigen. Sake und Bier kommen jedenfalls aus Japan, das Wagyu-Rind aus Chile.

Die Küche wird von Moh Marx, dem ehemaligen Küchenchef des Du Parc, geleitet. Der Service soll durch seine fernöstliche Herzlichkeit bestechen. Ein Testlauf, das sogenannte Soft-Opening, fand bereits am Wochenendestatt.«Esgabviele guteund auch hilfreiche Feedbacks», sagt Schneitter. So wurde in der Folge etwa das Licht angepasst, damit die Gäste den Garpunkt des Fleisches auf dem Grill besser erkennen können.

Dass die Eröffnung ausgerechnet mit der Corona-Krise zusammenfällt, sei unglücklich. «Doch der Gäste-Rückgang ist hier in der Region noch nicht so stark wie etwa im internationalen Zürich», hat Schneitter festgestellt. Am Soft-Opening war das «Kasai» voll, die vielen Reservationsanfragen stimmen zuversichtlich. «Das aktuelle Geschehen verfolgen wir dennoch sehr aufmerksam und halten uns an die vom BAG empfohlenen Richtlinien», sagt Schneitter.

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