Spreitenbach

In Spreiti West wird neuer Wohnraum entstehen

Bauverwalter Oliver Lovisetto zeigt auf dem Zonenplan das Quartier West, links der Detailplan.

Bauverwalter Oliver Lovisetto zeigt auf dem Zonenplan das Quartier West, links der Detailplan.

Der Gemeinderat hat eine maximal fünf Jahre dauernde Planungszone für das Westquartier beschlossen. Vor allem im Bereich der künftigen Haltestellen der Limmattalbahn soll verdichtet gebaut werden.

Das an der Grenze zu Killwangen liegende Gebiet war eine Art Wiege der Spreitenbacher Urbanisierung. Dort, an der als Umfahrung erstellten Landstrasse, entstanden um 1960 mehrere Bauten. Einer davon war das Zürichtor, das Restaurant, Tankstelle und Ausstellungsräume umfasste. Weitere Geschäftshäuser folgten, Ikea erstellte dort ihren ersten Sitz ausserhalb von Skandinavien. Das Geschäftshaus wird heute anders genutzt. Mit der Zeit verschob sich das Epizentrum des Einkaufsortes Spreitenbach ostwärts.

Interview mit Gemeindeammann Valentin Schmid.

Interview mit Gemeindeammann Valentin Schmid.

Seit dem Weggang der Ikea haben es die Betriebe nicht mehr so einfach. Doch jetzt steht das Gebiet vor einer Wiedergeburt. «Wir erwarten, dass der Entwicklungsschub aus dem Raum Zürich noch mehr zunimmt», sagt der Spreitenbacher Bauverwalter Oliver Lovisetto. Um auch im Gebiet Spreitenbach West auf diese Entwicklung vorbereitet zu sein, soll neuer guter Wohn- und Arbeitsraum zur Verfügung gestellt werden. Um die planerischen Voraussetzungen zu schaffen, hat die Gemeinde eine Planungszone für das Areal verfügt. Während der Dauer, maximal 5 Jahre, sollen der Zonenplan und der Sondernutzungsplan überarbeitet werden.

Am Trassee der Limmattalbahn

Die Planungszone umfasst das Gebiet, das von der Gemeindegrenze Killwangen, der Bahnhof-, der Rotzenbühl- und Furttalstrasse und dem Rangierbahnhof begrenzt wird. Dort ist eine der Haltestellen der Limmattalbahn geplant. «Im Bereich der Haltestellen soll verdichtet gebaut werden», sagt Lovisetto. Möglichst viele Leute sollen in kurzer Fussdistanz zur Limmattalbahn wohnen, damit sie das öffentliche Verkehrsmittel nutzen können. Zwischen Landstrasse und Bahnhofstrasse könnte eine Mischzone angelegt werden, dort sollen also Gewerbe- und Wohnflächen möglich sein. Das Areal zwischen Landstrasse und Rangierbahnhof soll als Industriegebiet erhalten bleiben. Eine weitere Verdichtung wäre an dieser Stelle ebenso möglich. Auch hier weist Lovisetto auf einen Grundsatz der Gemeinde hin: «Wir wollen so wenig versiegelte Flächen wie möglich.» Das heisst, keine asphaltierten Parkflächen unter freiem Himmel sondern deren Integration in Gebäude.

Auflage: Bis 11. März liegt die Planungszone Spreitenbach West in der Bauverwaltung öffentlich auf. Wer ein schutzwürdiges Interesse hat, kann während dieser Zeit Einwendungen machen.

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