Baden

Im Kehl Baden kündigt sich eine Grossbaustelle an

So werden sich die Alterswohnungen dereinst präsentieren. zvg

So werden sich die Alterswohnungen dereinst präsentieren. zvg

Anfang 2014 beginnt der Bau neuer Alterswohnungen – während der Bauzeit beziehen Bewohner ein Provisorium. Im Neubau werden 56 Wohnungen ihren Platz finden. Auch eine neue Tiefgarage ist geplant.

Pfahlbauer-Atmosphäre im Kehl: Im Dezember werden die 22 Bewohner der Alterswohnungen des Alterszentrums Kehl (AZK) sogenannte Wohnmodule beziehen. Hierbei handelt es sich um ein Provisorium, das unterhalb des Zentrums auf Pfählen zu stehen kommt.

Dieses Provisorium ist nötig, weil das heutige Wohnhaus mit 40 Alterswohnungen einem Neubau mit insgesamt 56 Wohnungen weichen wird. Weshalb aber nur 22, statt 40 Provisorien?

«Im Hinblick auf den Neubau haben wir bewusst leer gewordene Wohnungen nur noch temporär vermietet», sagt Andreas Voser, VR-Präsident der AZK Immobilen AG.

Die Bewohner hätten die Ankündigung des temporären Umzugs grösstenteils positiv aufgenommen.

Die Auflage des Gesuchs für die Wohnmodule sei ohne Einsprachen abgelaufen, heisst es bei der Abteilung Planung der Stadt Baden.

Hochhaus-Sprengung unmöglich

Mit dem Rückbau des bestehenden Hochhauses soll im Winter begonnen werden. Rückbau, nicht Sprengung: «Wir hätten gerne gesprengt», sagt Voser lachend. Doch dies sei wegen der örtlichen Verhältnisse nicht möglich.

Entstehen sollen – in zwei Wohnblöcken – 52 Alterswohnungen und 4 Gästezimmer. Vorgesehen sind 1,5-, 2,5- und 3,5-Zimmerwohnungen; die Monatsmieten werden sich zwischen 1100 und 1700 Franken bewegen.

«Unser Angebot orientiert sich an unteren bis mittleren Einkommensklassen», sagt Voser.

Die kleinsten Wohnungen werden künftig doppelt so gross sein wie heute. «Natürlich werden alle Wohnungen rollstuhlgängig und hindernisfrei gebaut», sagt Bauherrentreuhänder Reto von Rotz von der Markstein AG.

Überhaupt sei die ganze Einrichtung auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet. «Das fängt damit an, dass gewisse Apparaturen wie etwa ein Backofen so zugänglich sein wird, dass er für die Bewohner bequem im Stehen bedienbar ist», sagt von Rotz.

Zudem verfüge jede Wohnung über rund zehn Quadratmeter grosse Balkone, die auf zwei Seiten ausgerichtet sind. «Überhaupt werden die Wohnungen sehr hell sein», sagt von Rotz.

Bewohner sind künftig jünger

Mit dem Bau der neuen Wohnungen wolle man auch neue Klienten ansprechen. «Heute sind die Bewohner beim Eintritt ins Kehl im Durchschnitt 85 Jahre alt», sagt Voser.

Man gehe aber davon aus, dass potenzielle Bewohner in Zukunft früher kommen. «Im Neubau wird es zwar keine eigentliche Pflegeinfrastruktur geben, doch die Bewohner können jederzeit auf das Angebot der Pflegeabteilung und der Inhouse-Spitex des Kehls zurückgreifen», sagt Voser.

Neben dem Bau neuer Wohnungen ist weiter eine Tiefgarage mit rund 60 Parkplätzen geplant. Nebst Personal- und Besucherparkplätzen auch, «um dem gesteigerten Mobilitätsbedürfnis älterer Menschen Rechnung zu tragen», sagt Voser.

Und auch der Eingangsbereich und der Restaurationsbereich werden neu gestaltet. «Geplant ist eine zentrale Lobby, von wo auch alle Bereiche schnell zugänglich sind», erklärt von Rotz.

Der Spatenstich für den Bau des neuen Hauses – bestehend aus zwei Wohngebäuden – soll im Frühjahr 2014 erfolgen. «Der Bau ist nur das Eine», sagt Voser. Die grosse Herausforderung bestehe darin, dass der ganze Betrieb gleichzeitig aufrechterhalten werden muss.

«Nicht zuletzt wird es auch eine Herausforderung für die Bewohner sein, die sich immer wieder auf neue Situationen einstellen müssen», ist Voser überzeugt.

Nach zwei Jahren Bauzeit hoffe man, die neuen Wohnungen Anfang 2016 beziehen zu können. In weiteren Etappen sei dann geplant, das Alterszentrum noch weiter auszubauen.

Das Baugesuch liegt noch bis zum 16. Juli bei der Abteilung Planung und Bau (Roter Turm) auf. Bis jetzt seien noch keine Einsprachen eingegangen. «Wir rechnen auch nicht mit Einsprachen», sagt Voser.

Erstens seien die neuen Wohnhäuser weniger hoch als das heute noch bestehende und würden deshalb auch nicht unter die Kategorie «Hochhaus» fallen. «Zweitens liegt das Zentrum peripher und es gibt relativ wenig Anrainer», sagt Andreas Voser.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1