Baden

Ihre Bilder benutzt auch Berlin: Urs Hofmann hat die Inovitas AG besucht

Regierungsrat Urs Hofmann besuchte Stefan Basler (CCO Inovitas AG, links) und Dr. Hannes Eugster (CTO).

Regierungsrat Urs Hofmann besuchte Stefan Basler (CCO Inovitas AG, links) und Dr. Hannes Eugster (CTO).

Zahlreiche Dättwiler Unternehmen haben internationale Ausstrahlung. So auch die Inovitas AG, deren hochpräzise 3-D-Bilder von Strassen und Eisenbahnen nicht nur die Stadt Baden und der Kanton verwenden, sondern auch Grossstädte wie Berlin und Zagreb. Kürzlich hatte das Jung-Unternehmen hohen Besuch.

Grosse Konzerne wie ABB, Axpo und General Electric (ehemals Alstom) sind in Baden zuhause. Aber auch zahlreiche kleinere Firmen stärken den hiesigen Wirtschaftsstandort, insbesondere von Dättwil aus: Hier programmierte das Unternehmen Docuteam ein elektronisches Langzeitarchiv, das auch der französische Staat nutzt. Hier tüftelt der Physiker Christian Brönnimann mit seiner Hightech-Firma Dectris an Röntgenkameras, die bei der Erforschung des Coronavirus eine entscheidende Rolle spielen. Und hier entwickelt die Inovitas AG hochpräzise 3-D-Bilder von Strassen und Eisenbahnen, unter anderem für die Stadt Baden und den Kanton, aber auch für Grossstädte wie Wien, Berlin oder Zagreb.

Vor kurzem erhielt das Jung-Unternehmen prominenten Besuch: Der Aargauer Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann diskutierte mit Vertretern der Firma über die Zukunft der Digitalisierung, die insbesondere während der Coronapandemie noch mehr an Bedeutung gewonnen hat.

Beim Besuch des Spin-offs der Fachhochschule Nordwestschweiz standen die laut Inovitas hochpräzisen 3-D-Bilder im Zentrum, die um ein Vielfaches genauer sind als jene von Google Street View. Mit der Nutzung von «infra3D» werden virtuelle Feldbegehungen und professionelle Anwendungen rund um die Planung und den Unterhalt von Strassen und Schienen digital möglich.

Zeit- und ortsunabhängig könne von jedem PC aus mit einem Minimum an Aufwand und Kosten der öffentliche Raum bewirtschaftet werden, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. «Der eigentliche Kern der Verbesserung liegt in der Digitalisierung von Gesamtprozessen. Informationen, wie beispielsweise der Zustand einer Strasse, werden dadurch transparent und umfassend allen Beteiligten zur Verfügung gestellt.» Die Inovitas stellt die kostspielige Analyse des Ist-Zustands bereit, die Fachleute können dadurch direkt mit dem Lösen von Problemen beginnen.

Regierungsrat Urs Hofmann, seine Delegation und die Geschäftsleitung der Inovitas AG haben sich unter anderem auch über die Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven des Unternehmens international, national sowie am Standort Aargau ausgetauscht. «Spannendes Diskussionsthema hierbei war die Bedeutung und die Wichtigkeit der Digitalisierung respektive der Transformation von Verwaltungsprozessen im öffentlichen Raum.»

Insbesondere in der aktuellen Covid-19 Pandemie sei nochmals deutlich geworden, wie essenziell die Digitalisierung für die Wirtschaft, die Verwaltung und insgesamt für die Gesellschaft sei. «Die jederzeit und überall zur Verfügung stehenden digitalen Zwillinge ermöglichen Infrastrukturbewirtschaftung auch aus dem Homeoffice.»

2013 zog die Inovitas AG aus Muttenz nach Dättwil, wo sie heute 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen gewann 2015 den Swiss Economy Award in der Kategorie Dienstleistung. (sga)

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