Neuenhof

«Ich bin ein Querdenker und gebe mehr, als ich zurück erwarte»: Gemeinderats-Kandidat Igor Arsenijevic im Interview

Igor Arsenijevic will Gemeinderat von Neuenhof werden.

Igor Arsenijevic will Gemeinderat von Neuenhof werden.

Sieben Kandidaten für zwei freie Gemeinderatssitze in Neuenhof: Wer sind sie? 5. Folge: Igor Arsenijevic (parteilos).

Nach dem Rücktritt von Susanne Voser als Gemeindeammann und Andreas Muff als Gemeinderat sind am 9. Februar in Neuenhof zwei Gemeinderatssitze zu besetzen.

Sieben Kandidaten stellen sich zur Wahl. Wir stellen Ihnen die Kandidaten mit einem identischen (von allen bereits beantworteten Fragekatalog vor). 5. Teil: Igor Arsenijevic (parteilos)

Wieso wollen Sie Gemeinderat von Neuenhof werden?

Eine Veränderung ist unumgänglich und diese möchte ich gerne mitgestalten. Ich setze mich gerne für andere ein, unterstütze wo ich kann und verspüre in der aktuellen Lage, meine langjährigen Erfahrungen aus der Privatwirtschaft, hier und jetzt als Gemeinderat einzusetzen. Neuenhof hat mir sehr viel Gutes gegeben. Die Schule, der Sportverein und die Gemeinde an sich, haben mich sehr vieles gelehrt und jetzt ist die Gelegenheit da, mich bei allen Neuenhofern zu revanchieren.

Wieso sind Sie geeignet für dieses Amt?

Ich würde m ich als Querdenker bezeichnen, der gerne neue Ideen und Alternativen anstösst. Ich gebe mehr, als ich wieder zurückerwarte und führe das ohne jegliches Eigeninteresse aus. Meine persönlichen Werte, die ich ausnahmslos verfolge, sind Vertrauen, Wertschätzung und Kooperation. Diejenigen die mich kennen lernen durften, sagen ich sei eine diplomatische, gerechte und sehr kooperative Person.

Ihr Kommentar zum überraschenden Rücktritt von Susanne Voser. Haben Sie den kommen sehen?

Nein. In den Medien stand, Frau Susanne Voser würde auf den 9. Februar 2020 zurücktreten und kurze Zeit später per 30. November 2019. Persönlich finde ich es schade, dass die Gemeinde Neuenhof, in der letzten Zeit, so oft und so negativ in den Schlagzeilen war. Dies sollte sich umgehend ändern und das Jahr 2020 ist die Gelegenheit einen neuen Anfang und einen neuen Weg zu gehen. Wieso nicht mit einem Mir?

Ihre grösste Stärke, Ihre grösste Schwäche?

Die Stärken sind immer sehr schnell aufgelistet. Je nachdem wie man diese interpretiert, können diese positiv oder negativ verstanden werden. Ich verwende oft den Ausdruck «gesunder Menschenverstand». Man muss nicht studiert sein, um ein gewisses Amt auszuführen. Oft genügt es, wenn man sich mit den Pro und Kontras auseinandersetzt.

Und anschliessen fragt, was bringt uns das, welchen Mehrwert haben wir davon und welchen Aufwand bedingtes. In der anstehenden Wahl sehe ich mich als klaren Aussenseiter. Der Familienname verrät den Lesern, woher ich meine Wurzeln habe. Auf diese bin ich stolz und noch stolzer, wenn ich heute sehe, was ich bereits erreichen durfte.

Begrüssen Sie die geplante Weiterführung der Limmattalbahn durch die Gemeinde Neuenhof?

Nein. Aus meiner Sicht müssten Alternativen gesucht werden. Die Einwohnerzahl wird sich weiterhin erhöhen. Wenn ich rational denke, dann frage ich mich schon, ob die Limmattalbahn das Richtige für Neuenhof ist. Wir haben schon heute viel Verkehr auf unseren Strassen und diese sind bereits heute sehr eng gebaut.

Heute leben rund 8500 Menschen in Neuenhof. Bis 2030 sollen es über 10 000 sein. Begrüssen Sie diese Entwicklung?

Ja, auf jeden Fall. Ich bin in Neuenhof aufgewachsen und kann mich noch gut erinnern, als Neuenhof noch 7500 Einwohner zählte. Neuenhof ist eine sehr interessante und gut gelegene Gemeinde. Ein sehr gutes ÖV Netzwerk und fast alles was das Herz begehrt ist in Neuenhof vorhanden.

Soll sich Neuenhof in naher Zukunft mit umliegenden Gemeinden zusammenschliessen. Wenn ja, mit welchen.

Die Zukunft wird es zeigen, ob die Einwohner für eine Fusion (im kleinen oder grossen Stil) bereit sein werden. Uns sind Baden und Wettingen nahe gelegen. Wenn eine Fusion dann in diese Richtung. Wenn ich den Zivilschutz als Vorreiter nehme, dann wurden dort die Vorgaben durch den Kanton vorgegeben und machen auch Sinn. Die bestehenden Infrastrukturen und Ressourcen können zusammengeführt werden und dadurch wird die finanzielle Lage gestärkt.

Wo sehen Sie die grössten Herausforderungen in Neuenhof?

Mein persönliches Anliegen ist, dass mehr eingebürgerte Einwohner und vor allem junge Menschen wählen gehen. Ich selbst bin seit dem Jahr 1997 eingebürgert. Aus meinem Umkreis gehen die eingebürgerten Schweizerinnen und Schweizer eher selten wählen. Am 9. Februar bietet sich die Gelegenheit an, um mit dem Wählen zu beginnen und einem Kandidaten diese Stimme zu geben. Möge der richtige und beliebteste Kandidat gewinnen. Auf jeden Fall wünsche ich allen Kandidaten viel Erfolg.

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