Ehrendingen

«HeimatZähni!»: Bühne Heimat feiert zehnjähriges Bestehen mit einem Fassadentheater

«Vieles war ein Wagnis»: Menf Rhyner freut sich auf das Freilichtspektakel.

«Vieles war ein Wagnis»: Menf Rhyner freut sich auf das Freilichtspektakel.

Die «Bühne Heimat» gibt es mittlerweile seit zehn Jahren – mit anhaltendem Erfolg. Den Initianten ist klar: Das muss gefeiert werden. Schon seit einem Jahr wird das Jubiläum deshalb vorbereitet.

Seit zehn Jahren kommen illustre Gäste aus der internationalen Kleinkunstszene nach Ehrendingen und stehen auf den Brettern der «Bühne Heimat». Die Hauptinitianten Franziska Herzog und Manfred «Menf» Rhyner fanden auf dem ehemaligen Heuboden die passende Heimat für ihren Traum: Namhaften und aufstrebenden Künstlern aus Satire, Kabarett, Musik und Theater eine Bühne zu bieten — bisher mit durchschlagendem Erfolg. «Uns wurde bald klar, dass wir das zehnjährige Jubiläum deshalb gross feiern werden», sagt Rhyner.

Vor einem Jahr begannen sie mit den Vorbereitungen. Schnell war die Idee eines Fassadentheaters geboren, einem Theaterstück, das hauptsächlich «vor, an, neben und aus dem Haus heraus gespielt wird.» Die zehn Jahre, die sie im «dunklen Kämmerchen gespielt haben», wie es Rhyner nennt, wollten sie nach draussen tragen. Das Hauptthema des Freilichtspektakels lag auf der Hand: «Heimat». Während sich Rhyner und sein Team mit dem Thema beschäftigten, legten sie fest: «Nicht nur das fixe Ensemble, sondern auch unsere Gastkünstler, die wir für das Jubiläum gewinnen konnten, setzen sich mit dem Thema auseinander.»

Den Initianten war wichtig, die Kleinkünstler der letzten zehn Jahre in das Jubiläum mit einzubeziehen: «Das sind Freunde des Hauses, die teilweise von Beginn weg mit dabei waren, wie zum Beispiel Andreas Thiel. Und wir zeigen so, wie unterschiedlich die Künstler sind, die bei uns aufgetreten sind.»

Kleines Dorffest

Im Theaterstück platzt der umtriebige Geist von William Shakespeare völlig unvermittelt in die beschauliche Sommerpause der Bühne Heimat und will ein Schauspiel inszenieren: «Wilhelm Tell». Doch die schrägen Gestalten, kauzigen Bewohner und die kurzfristig erscheinenden Gastkünstler – wie zum Beispiel Christoph Simon, aktueller Preisträger des Salzburger Stiers – machen es ihm nicht leicht. Spannend: Shakespeare wird gespielt von der Schauspielerin Isabelle Anne Küng.

Der Aufwand war gross. Innerhalb eines Jahres wurde das Theaterstück geschrieben, wurden Schauspieler, Gastkünstler und Regisseur gewonnen, Sponsoren an Bord geholt und Bewilligungen eingeholt, etwa für die wetterfeste Tribüne und die Strassensperrung. Das kleine Dorffest benötigt Platz, für ein Festzelt ebenso wie für die zwei Bars. «Wir haben hier in Ehrendingen so ein tolles Zuhause für unser Wirken erhalten. Wir möchten dem Dorf etwas zurückgeben.»

«HeimatZähni!» findet vom 17. bis 25. August mitten in Ehrendingen statt.

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