Finanzielle Gründe

Grosse Sanierung steht an: Wettingen prüft den Verkauf seines Ferienheims in Scuol

Schöne Erinnerungen: Das Wettinger Ferienheim in Ftan.

Schöne Erinnerungen: Das Wettinger Ferienheim in Ftan.

Wegen rückläufiger Buchungen und grösserem Sanierungsbedarf zieht die Gemeinde Wettingen den Verkauf seines Ferienheims in Ftan in der Gemeinde Scuol in Betracht. Zur Diskussion stehen aber auch eine Verpachtung oder eine Vermietung, wie sie in einer Mitteilung schreibt. 

Das Ferienheim Ftan hat vielen Wettinger Schülerinnen und Schülern wunderbare Ski- und Klassenlagererinnerungen in den vergangenen fast 60 Jahren. Damit könnte es bald vorbei sein. Der Gemeinderat erwägt einen Verkauf, steht in einer Mitteilung.

Die Liegenschaft in Ftan kaufte die Gemeinde im Jahr 1961. Zwei Jahre später liess Wettingen sie zu einem Ferienheim umbauen. Nach grösseren Sanierungen in den Jahren 1984, 2001 und 2012 stehen "in den kommenden fünf Jahren umfangreiche Instandsetzungsmassnahmen bevor", schreibt die Gemeinde. "Hauptsächlich aus energetischen Gründen müssen Fassade, Dach, Fenster sowie Heizung erneuert werden."

Der Gemeinderat hat ein Konzept für das weitere Vorgehen erarbeitet. In einem ersten Schritt sei der Verkehrswert erhoben worden. In einem zweiten Schritt habe er verschiedene Varianten geprüft. Eine ist der Verkauf. Diesem müsste der Einwohnerrat zustimmen. 

Der Gemeinderat zieht auch eine Vermietung oder Verpachtung in Erwägung. Interessenten sollen nun entsprechende Angebote und Konzepte bis Ende 2020 unterbreiten können. 

Deutlicher Rückgang bei Belegungen 

Das Lagergebäude wird hauptsächlich durch die Wettinger Schulen für Ski- und Klassenlager genutzt. Aber auch Vereine, Familien oder andere Schulen haben das Lagerhaus immer wieder gemietet.

In den vergangenen Jahren gingen die Belegungen stetig zurück, so die Gemeinde. Durchschnittlich verzeichnete sie noch 22 Buchungen pro Jahr, wovon nur knapp ein Drittel durch die Schule Wettingen erfolgte. Vor 30 Jahren verzeichnete die Gemeinde noch 35 Buchungen pro Jahr. Die Schulpflege habe kein Bedürfnis nach einer expliziten Nutzung mehr signalisiert. 

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