Baden
Grand Casino Baden erhält Lizenz für Wien – im noblen Schloss

Die Stadtcasino Baden AG darf im noblen Wiener Hauptstadt-Schloss eine Spielbank betreiben: Im historischen Wiener Stadtschloss soll ab 2015 ein Casino samt hochwertiger Gastronomie betrieben werden.

Pirmin Kramer
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Die Stadtcasino Baden AG darf im historischen Wiener Stadtschloss ab 2015 ein Casino samt hochwertiger Gastronomie betreiben.

Die Stadtcasino Baden AG darf im historischen Wiener Stadtschloss ab 2015 ein Casino samt hochwertiger Gastronomie betreiben.

Wikipedia

Eineinhalb Jahre dauerte die Nervenprobe – jetzt ist das Rennen um die Spielbankenkonzession in Wien entschieden. Die Korken knallen lassen darf die Stadtcasino Baden AG: Sie hat den Zuschlag für eine Spielbank im noblen Palais Schwarzenberg erhalten, gemeinsam mit dem deutschen Partner, der Gauselmann Gruppe.

Im historischen Wiener Stadtschloss soll ab 2015 ein Casino samt hochwertiger Gastronomie betrieben werden, das es mit renommierten Konkurrenten wie etwa Monte Carlo aufnehmen könne, heisst es in einer Mitteilung. «Ein Riesenerfolg, denn wir konnten uns auf fremdem Terrain gegen starke Mitbewerber durchsetzen», sagt Detlef Brose, CEO des Grand Casino Baden.

250 000 Besucher sollen im ersten vollen Betriebsjahr in die Prunkräume gelockt werden. Die schweizerisch-deutsche Trägergesellschaft, die sich mehrheitlich in Badener Besitz befindet, erwartet in dieser Zeit ein Spielergebnis von 30 Millionen Franken. «Wir rechnen in Wien im ersten vollen Geschäftsjahr mit einem Gewinn von rund 7 Millionen Euro, vor Abzug der Steuern und Zinsen», erklärt Marcel Tobler, CFO des Grand Casino.

«Für unsere Zukunft ist es von riesiger Bedeutung, dass wir die Konzession in Wien erhalten haben», sagt Peter Blöchlinger, Verwaltungsratspräsident der Stadtcasino Baden AG. Denn die rückläufigen Zahlen in der Schweizer Casino-Landschaft stimmten ihn nicht zuversichtlich: «Wir müssen uns in einem äusserst schwierigen Umfeld behaupten.» Konkurrenz gebe es mit den Casinos in Zürich und im nahen Ausland, mit Lotto/Totto, den Glücksspielen im Internet und illegalen Spielhöllen.

Hinzu komme, dass die Politik den Spielbanken immer wieder Steine in den Weg lege. «Während bei den Casinos die gästefeindlichen Vorschriften betreffend Sozialkonzept und Geldwäscherei laufend verschärft werden, fehlen bei den vorgenannten Konkurrenten im Geldspielmarkt solche Vorschriften gänzlich», sagt Blöchlinger. Diese Wettbewerbsverzerrung habe im Ausland noch nicht eingesetzt. «Dies war der Grund für die Strategieänderung des Verwaltungsrates vor drei Jahren, die vorsieht, auch finanziell interessante Projekte im Ausland zu verfolgen.» Freude und Erleichterung, dass mit diesem Entscheid die Strategie des Verwaltungsrates bestätigt worden ist, seien riesengross.

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