Wohlenschwil

Glamour und roter Teppich bei der Award-Verleihung an der Turnshow

Zwölf verschiedene Riegen lassen die Zuschauer an der Turnshow in Wohlenschwil in eine funkelnde Welt eintauchen.

Sie ist seit knapp zwei Jahren Präsidentin des Sportvereins Wohlenschwil und voller Tatendrang: Lisa Stettler, 40-jährig, Mutter von zwei Kindern. Sie leitet auch die Mädchenriege und ist froh, «dass mich mein Mann unterstützt und oft den Rücken freihält, wenn es wieder mal viel zu tun gibt».

In letzter Zeit fehlte es tatsächlich nicht an Arbeit, die Turnshow wollte ja vorbereitet sein. «Mit der «Award-Verleihung wollen wir Glamour ins Dorf bringen und dafür rollen wir den roten Teppich aus», sagt sie.

Lisa Stettler ist stolz auf «ihren» Verein, das spürt der Besucher. «29 Leiter und Hilfsleiter haben die Programme zusammengestellt, sechs Medientechniker sind für die Show im Einsatz. Wir konnten innert Kürze die Arbeitseinsätze verteilen, alle ziehen mit!» «Alle» bedeutet: 180 Vereinsmitglieder, davon 120 Kinder und rund 60 Aktive.

«Oscar», «Bambi» und «Goldene Kröte» verliehen

Und die Show hält, was sie verspricht. Moderiert wird sie mit Charme und Humor von Marisa Fuchs und Markus Meier. Es gibt einige Preise zu verleihen. Nicht nur berühmte, wie der «Oscar», «Bambi» oder «Ballon d’or», sondern auch spezielle Wohlenschwiler Awards wie die «Goldene Heugabel» oder die «Goldene Kröte» finden ihre Gewinner. Hauptevents sind aber die Showacts auf der Bühne, dargeboten von zwölf verschiedenen Riegen.

Wie es sich für einen modernen Sportverein gehört, wird nicht nur ausgiebig geturnt, sondern noch mehr getanzt, vom jüngsten Mädchen bis zum bereits angegrauten Turner. Alle fröhlich, mit viel Begeisterung und Hingabe. Zu den verschiedensten musikalischen Stilrichtungen, meistens Ohrwürmer, die das Publikum zum Mitklatschen animieren.

Mitten in der Glamourwelt findet der Besucher auch Peter Setz, ohne den man sich den Sportverein kaum vorstellen kann. Von Kindesbeinen an, also seit bald 60 Jahren ist Setz dabei, war zwar nie Präsident, «weil mir das Administrative keinen grossen Spass macht», wie er sagt. «Ich habe mich eher um das Handfeste gekümmert, war unter anderem technischer Leiter des Vereins und Wertungsrichter bei Turnfesten.»

Und hat, was er bescheiden verschweigt, seit Jahren sehr viel für die Ausbildung des Nachwuchses getan. So leitet er noch heute eine Jugi-Riege. Setz schmunzelt: «Die Turnerei hat sich im Lauf der Jahrzehnte enorm verändert, aber ich habe das Neue angenommen und mitgetragen.»

Mehr Show und Schminke als Reck und Barren

Diese Veränderungen sind sehr wohl sichtbar. Auf der Bühne dominieren nicht Reck, Barren, Pauschenpferd und Magnesiapulver die Szene, vielmehr sind Lightshows, Schminke, modische Outfits und Requisiten wie Regenschirme und Ballone angesagt. Für Unterhaltung sorgt die Montagsriege mit ihren Sketchen, in denen sie unter anderem Sepp Blatter, Beat Breu, einen österreichischen Langlauf-Doper und den «Praktikanten vom Nüeltschehof» auftreten lassen.

Und die Präsidentin Lisa Stettler? «Das war einfach super! Volles Haus, begeistertes Publikum, fantastische Stimmung!», sagt sie und strahlt über beide Backen.

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