Coronavirus

Gibt es doch noch ein «Mini-Oktoberfest» in Baden?

So sieht das normalerweise aus beim Oktoberfest in Baden. Nun könnte es kleine Version gebe, an einem anderen Ort und anderem Organisator. (Archivbild)

So sieht das normalerweise aus beim Oktoberfest in Baden. Nun könnte es kleine Version gebe, an einem anderen Ort und anderem Organisator. (Archivbild)

Clubbetreiber Abdel Charik will Ende des Monats eine Bierfest-Party in der Cordulapassage veranstalten.

Ende August wurde erstmals seit der Premiere 2009 das Badener Oktoberfest abgesagt. Die kantonalen Auflagen hätten es verunmöglicht, die Bierzelt-Party wie gewohnt stattfinden zu lassen. Seit August sind die Coronafallzahlen im Kanton erheblich gestiegen. Doch Liebhaber von Bier und bayerischem Ambiente sollen trotzdem auf ihre Kosten kommen. Denn als das «grosse» Oktoberfest abgesagt wurde, witterte Abdel Charik seine Chance.

Der Besitzer des Cordula Clubs, der im vergangenen Jahr eröffnet wurde, will nun am letzten Oktoberwochen­ende, 29. bis 31. Oktober, ein «Mini-Oktoberfest» veranstalten. Jeweils von 18 bis 23.30 Uhr soll auf Festbänken in Teilen der Cordulapassage, in der sich der Club befindet, gefeiert werden, danach verlagert sich die Gaudi in den Club. Mit traditioneller Bierzelt-Livemusik, Brezeln und bayerischem Essen soll ein authentisches Ambiente geschaffen werden.

Im Gegensatz zum regulären Badener Oktoberfest soll es sich allerdings wirklich nur um eine «Mini-Variante» handeln: Der Bereich in der Cordulapassage wird mit Gittern abgesperrt, am Eingang werden die Daten der Gäste gesammelt und Fieber gemessen – normale Partymassnahmen im pandemischen Zeitalter. Ordner sollen zudem sicherstellen, dass verschiedene Gruppen nicht zusammensitzen und Abstände eingehalten werden.

Um die Maskenpflicht nicht einführen zu müssen, werden auf der Oktoberfest-Party nur maximal 100 Leute zugelassen sein, wenn man die Clubmitarbeiter mitrechnet, gar nur 80 – deswegen verteilt sich die Veranstaltung auf drei Tage. «Klar machen wir bei diesen Beschränkungen nicht die grössten Einnahmen – aber eben auch keinen Verlust und wenige Einnahmen sind besser als nichts. Es geht hauptsächlich um die Stimmung, und die kommt bei 100 Leuten definitiv gemütlich», findet Charik. Bereits im Juli und August wollte er Partys veranstalten, die wegen Corona abgesagt wurden. Er hofft, dass das Mini-Oktoberfest nicht das Schicksal des «grossen Bruders» ereilt – wenn ihm auch die aktuellen Entwicklungen der Coronafallzahlen Sorgen bereiten.

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