Diesen Januar startet die Stadtbibliothek Baden mit ihrem ersten Erzählcafé zum Thema: «Anfangen − aller Anfang ist schwer oder auch leicht?», wie die Stadt Baden in einer Mitteilung schreibt.

Im Zentrum stehen Erzählungen aus dem Leben von Menschen aus nah und fern. Im Erzählcafé bekommen diese ein persönliches Gesicht, dank unterschiedlicher Sichtweisen und Erfahrungen. Yvonne Brogle, die Moderatorin des neuen Erzählcafés in der Stadtbibliothek sagt: «Das Besondere am Erzählen ist, dass es eine Brücke zwischen Kulturen bildet, das Gemeinschaftsgefühl stärkt, Werte vermittelt und Vertrauen schafft.»

Die Idee des Erzählcafés stammt ursprünglich aus Berlin, wo nach dem Mauerfall 1989 zahlreiche Erzählcafés ins Leben gerufen wurden, bei denen sich Ost- und Westberliner als neue Nachbarn kennen lernen konnten. Eine fast vergessene Erzählkultur lebte wieder auf und war so erfolgreich, dass sie vielerorts – auch in der Schweiz – bis heute Verbreitung findet.

Es ist eine Plattform des autobiografischen Erzählens, das sowohl in der Alters-, Integrations- und Generationenarbeit, aber auch in der Erwachsenenbildung eine grosse Resonanz erfährt. Erzählcafés sind moderierte Erzählrunden, bei denen die Lebensgeschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden im Zentrum stehen.

Sie erzählen zu einem vorher angekündigten Thema, während die Moderatorin Impulsfragen stellt und auf den respektvollen Austausch achtet. «Es geht ums Zuhören und Erzählen; es geht nicht um Klatsch und Tratsch und Infragestellung. Erzählen ist immer freiwillig – Zuhören hingegen Pflicht», erklärt Brogle. (az)

Termine 2018 «Erzählcafés»: Donnerstag, 25. Januar, 8. März, 17. Mai, 13. September, 1. November, 6. Dezember 2018 jeweils 19.30 bis 21.30 Uhr in der Stadtbibliothek Baden. Ohne Anmeldung/kostenlos.